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13-06-19 12:35:00,

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Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Die zunehmende Unsicherheit der Medienkonsumenten – Chance zur Selbstbestimmung.

Immer häufiger taucht in den Sozialen Medien die Frage auf, welchen Medien man denn überhaupt noch trauen könne. Nun will ich die Antwort vorwegnehmen: Niemanden darf man heute noch trauen. Was sich wie eine Endzeit-Verschwörungstheorie anhört, sollte aber der Beginn einer Informations-Selbstbestimmung der Menschen begründen. Dieser Artikel will erklären, warum man keinem Medium vertrauen darf, aber auch, wie man für sich selbst die größte Annäherung an die Wahrheit findet. Vergessen Sie nun zuerst einmal, was sie glauben zu wissen, und lassen Sie sich auf eine neue Sicht ein, mit der Sie die Welt betrachten sollten.

Wie kam es zu der Unsicherheit?

Die Unsicherheit bei den Medienkonsumenten entstand in den letzten Jahren aus einer Vielzahl von Einflüssen. Da waren zunächst die vielen Nachweise in Internetseiten, die Falschberichterstattung der so genannten Qualitätsmedien entlarvten. Dann aber die Gegen-Reaktion des Establishments mit massiver Propaganda gegen Nachrichten und Meinungen, die nicht über die „offiziellen“ Medien verbreitet werden. Und dabei hat das Establishment leichtes Spiel. Denn es muss nur aufzeigen, dass es auch im Internet Lügen, lückenhafte Berichterstattung oder falsche Interpretationen gibt, um dem Medienkonsumenten zu zeigen: „Sieh her, die sind auch nicht ohne Fehler“. Und schon neigt der Medienkonsument dazu, sich dann doch auf das „Bekannte“ zu verlassen. Ohne aber wirklich mit der Antwort befriedigt zu sein, denn es bleibt bei ihm ein fader Beigeschmack.

Besonders wenn er beginnt, die diversen „Faktenchecker“ zu hinterfragen. Sie stürzen sich in der Regel auf kontroverse Themen, von denen man fast mit Sicherheit annehmen kann, dass sie „Fakes“ sind, was die meisten Internetnutzer schon rein intuitiv bemerken. Damit haben sie ein „Grundrauschen“ erzeugt, und erklären dann (oft unausgesprochen), von diesen Fällen auf die Allgemeinheit im Internet schließen zu müssen. Sie verstärken und entlarven sich aber auch dadurch, dass sie es nicht sein lassen können, statt Faktencheck auch „Gesinnungscheck“ zu betreiben. Ein Beispiel dafür ist die Correctiv.org (). 

Im Internet wiederum geschieht oft das Gleiche in die andere Richtung.

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