“Deutsche Bank” oder “Zombie-Bank”

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13-07-19 07:54:00,

  1. “Deutsche Bank” oder “Zombie-Bank”

  2. Es lauern viele Gefahren


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Das Schlimmste kommt aber noch für die Bank, die viel zu spät einen Befreiungsschlag versucht

Die Deutsche Bank will angeblich wieder zu ihren Wurzeln ins Geschäft mit Unternehmen und Privatkunden zurückkehren. Sie hat deshalb einen “Rückzug aus dem weltweiten Aktiengeschäft und erhebliche Verringerung der risikogewichteten Aktiva in der Unternehmens- und Investmentbank” angekündigt.

Nach immer neuen Skandalmeldungen und Milliardenverlusten, auch über eine baldige Rettung der Bank war schon vor zwei Jahren spekuliert worden, versucht Bank-Chef Christian Sewing nun den Befreiungsschlag.

Dabei sollen insgesamt etwa 18.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Beim größten Stellenabbau in der 149-jährigen Geschichte der (noch) größten deutschen Bank soll nun ein Fünftel aller Posten wegfallen, dabei gab es schon zuvor einen massiven Stellenabbau.

Vor allem sollen es angeblich Posten im Bereich Investmentbanking sein, denn der soll massiv eingedampft werden. Dieser Bereich hat der Bank in den letzten Jahren besondere Verluste und zudem hohe Strafzahlungen eingebracht. Betroffen wären vor allem Stellen in London und New York, wird vermutet. Dort haben schon etliche Mitarbeiter ihre Kündigung erhalten.

Dass es in Deutschland keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird, hofft zumindest die Gewerkschaft Ver.di, die die Pläne von Sewing unterstützt. Gewerkschaftschef Frank Bsirske “begrüßt diesen radikalen Schritt”. Er meint, damit könnten langfristig die Arbeitsplätze in Deutschland stabilisiert werden. “Das deutliche Verkleinern des Investmentbankings ist eine radikale Neuausrichtung”, meint der Gewerkschaftler, der im Aufsichtsrat der Bank sitzt.

Boni: Sehr viel Geld verbrannt

Klar ist, dass die Bank statt Milliardengewinnen, die sie sich mit dem Investmentbanking erhofft hatte, sehr viel Geld verbrannt hat und Strafzahlungen in Höhe von etwa 15 Milliarden US-Dollar für Verfehlungen leisten musste. Ein großes Problem bei den Verlusten war und sind die absurden “Erfolgsprämien”.

Zwischen 2012 und 2018 schüttete die Bank Boni an Mitarbeiter in Höhe von etwa 17 Milliarden Euro aus, auch und vor allem an Investmentbanker, die so gar keine Erfolge vorzuweisen hatten. Meist schrieb das Institut Verluste, die sich in diesem Zeitraum auf knapp 6 Milliarden Euro summierten.

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