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13-07-19 08:39:00,

Elf Angehörige einer internationalen Friedensinitiative haben sich Zugang zum Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz verschafft. Die Luftwaffenbasis gilt als einziger deutscher Standort, an dem noch US-Atomwaffen gelagert werden. Die Aktivisten protestieren mit ihrer Aktion sowohl gegen die Waffen als auch gegen unzureichende Sicherungsmaßnahmen.

Der Fliegerhorst Büchel ist schon seit Tagen von einem Internationalen Friedenscamp mehr oder weniger umzingelt. Am 7. Juli 2019 hielt die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, dort einen Friedensgottesdienst ab. Die Aktivitäten rund um die Luftwaffenbasis, die sich nahe der Stadt Cochem in Rheinland-Pfalz befindet und auf der die letzten 20 US-amerikanischen Atomwaffen auf deutschem Boden vermutet werden, sind Teil der 20-wöchigen Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. Die Proteste in Büchel finden inzwischen das dritte Jahr in Folge statt.

Proteste gegen die US-Air Base Ramstein

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Sputnik / A. Werner

Auch das Eindringen auf das Gelände von Militäreinrichtungen, die streng abgeschirmt und – jedenfalls durch entsprechende Beschilderung angekündigt – auch streng bewacht werden, gehört zu den Aktivitäten der Friedensinitiative, was sie international schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. Dafür wurden die Aktivisten auch regelmäßig verhaftet und bestraft. Die Luftwaffenbasis in Büchel wurde wegen der offenkundig nicht ausreichenden Absperrung mit einem neuen Zaun aufgerüstet. Aber wie Fotos zeigen, die Sputniknews vorliegen, reichte offenbar eine einfache Metallschere aus einem gewöhnlichen Baumarkt aus, um den Drahtzaun zu durchtrennen.

Wie weitere Fotos nahelegen, war auch die Bewachung des „Militärischen Sperrbereiches“, wie solche Einrichtungen in Deutschland gewöhnlich bezeichnet werden, weniger streng als angekündigt und als man vermuten würde. Denn dass zunächst der Zaun durchschnitten und dann gleich von mehreren Personen durchschritten werden kann, ohne dass nicht umgehend Alarm ausgelöst und entsprechendes Wach-und Sicherheitspersonal zur Stelle gewesen wäre, ist nur schwer vorstellbar, wenn denn die Vermutungen tatsächlich stimmen, wonach auf dem Gelände die letzten US-Atomwaffen auf deutschem Boden lagern. Der Gedanke, dass auf diese vergleichsweise unkomplizierte Art und Weise auch Terroristen auf den Stützpunkt gelangen könnten, ist wenig ermutigend.

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    Foto : „Büchel ist überall!“

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    Foto : „Büchel ist überall!“

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Foto : „Büchel ist überall!“

Die Aktivisten begründeten ihr Tun damit,

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