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13-07-19 05:57:00,

Letzte Woche war Putin in Jekaterinburg und hat auch die Universität besucht und sich dabei eine Stunde lang den Fragen der Studenten gestellt.

Auf die Frage einer Studentin aus China hat Putin weit ausgeholt und viele Themen angesprochen. Die Chinesin fragte danach, woran man sich als junger Mensch heute orientieren sollte. Da es darauf kaum eine universelle Antwort gibt, sprach Putin eine Reihe von Themen an und erklärte, wie er die Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten einschätzte. Ich habe seine Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Um zu verstehen, wo man hin will, muss man einen eigenen Standpunkt haben. Sie haben dabei die Medien nicht zufällig erwähnt. Was sind Medien? Das Internet. Da gibt es keine Tabus, keine Einschränkungen. Es ist ein Meer, ein Ozean der Informationen.

Um sich darin zu orientieren, muss man einen eigenen Standpunkt haben. Und um eine Position zu haben, muss man natürlich lernen, sein ganzes Leben lang lernen und für sich selbst bewusst festlegen, was einem wichtig ist und was zweitrangig ist, um das Wichtigte vom Unwichtigen zu unterscheiden. Man muss eine aktuelle Sensation von wirklichen Errungenschaften unterscheiden können, die für Sie und Ihre Ausbildung und Ihren beruflichen Erfolg, für Ihre Karriere, für Ihre Region, für das Land, oder sogar für die ganze Welt extrem wichtig sind. Es gibt keinen Grund, sich vor einem solchen globalen Ansatz zu fürchten.

Und damit dies effektiv funktioniert, müssen wir zusammenarbeiten. Ich sprach gerade auf der Konferenz darüber. Die Menschheit steht vor solch komplexen Herausforderungen, ernsten Herausforderungen, die nur gemeinsam wirksam gelöst werden können.

Alle reden über das Umweltproblem. Wie kann man es lösen? Es ist unmöglich, es an einem Ort zu lösen, während die Nachbarn es ignorieren.

Ich finde den Ansatz unserer europäischen Partner in Fragen der Kernenergie lustig. In Deutschland wurde einfach beschlossen, aus der Atomkraft auszusteigen, sie einfach aufzugeben, alle Kraftwerke bis zu einem bestimmten Jahr abzuschalten.

Aber weltweit wird mehr als 30 Prozent der Energie durch Atomkraft erzeugt. Im benachbarten Frankreich werden fast 100 Prozent der Energie in Kernkraftwerken erzeugt. Was bringt das? Beide sind ganz nah beieinander. Was bringt es, die Kernkraftwerke an einem Ort zu schließen, wenn die Kernkraftwerke auf der anderen Straßenseite immer noch stehen? Das ist Unsinn. Man muss diese Themen global angehen,

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