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14-07-19 10:00:00,

Die deutschen Medien erwecken den Eindruck, dass der Klimawandel ein Thema ist, das die ganze Welt bewegt. Vor dem Hintergrund hat der Spiegel heute einen Artikel veröffentlicht, der zeigen soll, wie der böse Putin angeblich die „Fridays for Future“ unterdrückt. Was ist an der Sache dran?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich mich hier nicht mit dem Klimawandel selbst beschäftige. Das ist nicht mein Thema, da kennen sich andere besser aus und die sollen dazu schreiben. Mir geht es nur darum, wie das Thema von Medien und Politik künstlich angeheizt und für politische Ziele genutzt wird. Und dabei ist es völlig egal, ob jemand an den menschengemachten Klimawandel und die Gefahr durch CO2 glaubt oder nicht. Es geht nur darum, zu analysieren, wie das Thema für verschiedene politische Ziele missbraucht wird.

Ich habe schon darüber berichtet, welchen Stellenwert Greta in Russland hat, nämlich gar keinen. Wenn Sie in Russland Menschen fragen, was sie von Greta halten, dann bekommen Sie zur Antwort: „Von wem?“. Niemand hat je von ihr gehört. Die Greta- und Friday-Bewegung sind ein sehr deutsches Phänomen, das auch noch in Westeuropa eine Rolle spielt, darüber hinaus aber nicht. Und Deutschland und Westeuropa sind bekanntlich nur ein sehr kleiner Teil der Welt. Ich habe mal analysiert, wie bekannt die Bewegung außerhalb Deutschlands ist und es war sogar für mich überraschend, wie wenig das Thema außerhalb der deutschen bzw. westeuropäischen medialen Filterblase bekannt ist. Wohl gemerkt: „Bekannt ist“, von Unterstützung ist da noch nicht einmal die Rede.

Das ist auch kein Wunder, denn das Thema wurde von den Medien in Deutschland ja erst erschaffen, es ist keineswegs eine Graswurzelbewegung von unten. Das Thema wurde künstlich geschaffen und wird nun für verschiedenste politische Ziele genutzt.

Und das kann man an dem heutigen Spiegel-Artikel hervorragend sehen. Schon die Überschrift zeigt, dass es in erster Linie darum geht, Stimmung gegen Putin zu machen, der den armen Schülern angeblich verbietet, gegen den Klimawandel zu demonstrieren: „„Fridays for Future“ in Moskau – Allein gegen Putins Klimapolitik

Was passiert, wenn das Thema nicht täglich von der Presse durch das mediale Dorf getrieben wird, kann man in Moskau sehen, wie der Spiegel schreibt:

„Seit mehr als drei Monaten hält ein einsamer Klimaaktivist die Stellung in der russischen Hauptstadt.

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