Auch Amazon will Tausende von Satelliten in eine Umlaufbahn schicken

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18-07-19 07:36:00,

Zwei Stapel mit insgesamt 60 Starlink-Satelliten auf einer Falcon‑9-Oberstufe. Bild: SpaceX

In den nächsten Jahren stehen Hunderte von Raketenstarts für Zehntausende Satelliten und eine Massierung des Weltraumschrotts an. Die Folgen scheinen nicht zu interessieren

Amazon bzw. Jeff Bezos steigt auch ins Wettrennen mit Satellitennetzen zur Abdeckung der Erde mit Breitbandverbindungen. Im April wurde bekannt, dass Amazon im Rahmen Tausende von Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn (LEO) bringen will. Verantwortlich wird das Tochterunternehmen Kuiper Systems sein, in dem viele ehemalige Mitarbeiter von SpaceX arbeiten, das für Starlink insgesamt fast 12000 Kommunikationssatelliten in den Weltall bringen will. Die FCC, die für die USA zuständige Behörde, hat genehmigt, 4425 Satelliten in eine Höhe von 1200 km den Weltraum zu bringen. Auch der Antrag, weitere 7518 Satelliten in einer Höhe von 335 km bis 346 km anzubringen, wurde von der amerikanischen Behörde genehmigt. Die Satelliten haben nach Starlink jeweils ein Gewicht von 227 kg. Sie haben einen Antrieb und sind manövrierfähig, können miteinander kommunizieren und sind mit Phased-Array-Antennen wie 5G-Sendemasten ausgestattet (Allein SpaceX will 12.000 Satelliten in eine Umlaufbahn bringen).

Jetzt hat in der Oligarchenkonkurrenz Bezos-Musk Amazon bei der FCC einen Antrag für ein nicht-geostationäres Netzwerk von 3236 Satelliten auf 98 Umlaufbahnen in einer Höhe von 590, 610 und 630 km eingereicht. Es würde also voll um die Erde werden, wo jetzt bereits 4.816 Satelliten, davon 2000 noch funktionsfähig, und über 14.300 Raketen, Raketen- und andere Schrottteile kreisen. Die neuen kleineren Satelliten werden die Schicht aus Weltraumschott um die Erde mehren und es mitunter künftig schwieriger machen, den Weltraum zu beobachten oder in ihn zu gelangen.

Schließlich wollen nicht nur Amazon und SpaceX, sondern viele andere Unternehmen wie Samsung, OneWeb oder Kepler eine große Menge Satelliten in Umlauf bringen. Damit wird für die weltweit flächendeckende Breitbandkommunikation durch Satelliten nicht nur die erdnahen Umlaufbahnen mit Artefakten verdichtet, sondern auch das Klima der Erde mit vermutlich Tausenden von Raketenstarts belastet. Ein Start einer Falcon-9-Rakete belastet nach Berechnungen die Atmosphäre mit 640 Tonnen CO2-Äquivalent. Dazu kommen Rußpartikel in großer Höhe, die die Temperatur auf der Erde beeinflussen könnten. Möglich wäre auch wieder ein Abbau der Ozonschicht.

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