Zur neuen Feindbild-Aufbau nutzen von der Leyen und Gefolge die bewährte Manipulationsmethode: Geschichten verkürzt erzählen

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22-07-19 12:37:00,

Kaum gewählt und noch nicht im Amt befriedigt von der Leyen ihre Kalten Krieger. Sie fordert eine harte Haltung gegenüber Russland und behauptet erneut, die Russen würden keine Schwächen verzeihen. Wir haben auf den NachDenkSeiten schon darauf hingewiesen, dass dies sachlich und sprachlich ein Rückfall in die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts darstellt. Zur Begründung wird das Übliche erzählt: Die Russen hätten die Krim annektiert und führten Krieg in der Ostukraine. Sie seien schuld an der neuen Konfrontation. Kein Sterbenswörtchen davon, dass Russland sich durch eine Fülle von Provokationen brüskiert fühlen musste. Albrecht Müller.

Da ist vieles zusammengekommen, was der Westen heute gerne verschweigt:

  • Die Ausdehnung der NATO bis an die russische Grenze. Das widersprach dem Geist und den Verabredungen der Wende von 1990.
  • Der völkerrechtswidrige und mit Uranmunition geführte Krieg der NATO gegen Jugoslawien.
  • Der Versuch, die Ukraine einschließlich der Krim und damit de facto der russischen Marinebasis in Sewastopol in die EU und NATO zu integrieren.
  • Der mit 5 Milliarden $ betriebene Regime Change in der Ukraine.
  • Der Putsch von 2014 gegen den gewählten Präsidenten der Ukraine.

Dieses und vieles mehr, was vor der Annexion der Krim lag, wird nicht berichtet und wird in die Beurteilung nicht einbezogen. Es wird auch nicht ausreichend von der Abstimmung auf der Krim berichtet und auch nicht vom mörderischen Anschlag auf das Gewerkschaftshaus in Odessa. Die Geschichte wird verkürzt erzählt, um die gewünschte Meinungsbildung zu erreichen.

Diese Manipulation ist ausgesprochen wirksam. Das zeigt ein weiterer Artikel der Welt zur Reaktion auf das Interview von der Leyens mit der Welt. Dem aus der Verkürzung der Geschichte abgeleiteten Urteil – die Russen sind aggressiv – folgen im Westen Politikerinnen und Politiker verschiedener Couleur, so zum Beispiel der Sozialdemokrat und Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth und der Grüne Manuel Sarrazin, der für die Grünen im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages sitzt, Sarrazin wörtlich: „Die Politik des Kreml ist eine schwerwiegende und nach dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Verletzung der europäischen Friedensordnung, der Einhalt geboten werden muss“.

Interessant ist auch die weitgehende Deckungsgleichheit der Argumentation von von der Leyen und Kramp-Karrenbauer. Siehe hier. Sie verbreiten den gleichen Schrott – Verzeihung – einschließlich des Lamentos über den angeblichen Cyber-Krieg.

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