Neuer Flüchtlingsstrom? EU bricht Deal mit Türkei, die Medien verschweigen die entscheidenden Details | Anti-Spiegel

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07-08-19 01:49:00,

Die Türkei könnte die Grenzen wieder für Flüchtlinge in die EU öffnen und die Situation von 2015 würde sich wiederholen. Der Grund ist, dass die EU ihren Teil von Merkels Flüchtlingsdeal nicht einhält. Nun hat die deutsche Presse einen Weg gefunden, darüber zu berichten und der Türkei die Schuld zu geben. Wie das funktioniert, schauen wir uns einmal an.

Ich habe schon Ende Juli darüber berichtet, die Details finden Sie hier. Daher gebe ich hier nur eine kurze Zusammenfassung, bevor wir zu den aktuellen Meldungen kommen.

Der Flüchtlingsdeal von Merkel umfasste, vereinfacht gesagt, drei Punkte: Erstens: Die Türkei hält die Flüchtlinge zurück. Dafür hat die EU Gegenleistungen geboten. Zweitens: Die EU zahlt der Türkei für die Versorgung der Flüchtlinge Milliarden, drittens: Die Türken dürfen ohne Visa in die EU einreisen.

Und der dritte Punkt macht Probleme, die EU findet immer wieder Ausreden, warum dieser Punkt auch nach Jahren nicht umgesetzt wurde, obwohl er unmittelbar nach in Kraft treten des Abkommens verwirklicht werden sollte. Man kann also ganz objektiv festhalten, dass die EU ihren Teil des Vertrages nicht einhält.

Hinzu kommt, dass die Türkei nun vor Zypern Gas fördern will, was der EU gar nicht passt und zu den ohnehin akuten Spannungen zwischen Ankara und Brüssel kommt dieses Thema nun hinzu, denn die EU diskutiert deswegen Sanktionen gegen die Türkei. Und das will Erdogan sich nicht gefallen lassen, weshalb in den letzten Wochen wichtige türkische Minister den Flüchtlingsdeal in Frage stellen und offensichtlich bereits Vorbereitungen in der Türkei laufen, die Schleusen für Flüchtlinge Richtung EU wieder zu öffnen.

Interessanterweise gab es darüber kaum Berichte in den europäischen und deutsche Medien. Man befürchtet offensichtlich eine weitere Stärkung rechter Strömungen und der EU-Kritiker, wenn diese Dinge bekannt werden. Nur werden sie sich nicht mehr verheimlichen lassen, wenn wieder hunderttausende Flüchtlinge an Griechenlands Stränden auftauchen.

Medien und Politik haben daher zwei Möglichkeiten: Entweder sie verschweigen alles und tun – wie schon 2015 – ganz überrascht, wenn es losgeht. Oder sie stimmen die Menschen darauf ein, indem sie die Türkei für die kommende Misere verantwortlich machen. Anscheinend wird es eine Mischung aus beidem. Inzwischen gibt es vereinzelt Artikel über das Problem, aber dort wird die Türkei massiv kritisiert und die Tatsache, dass die EU den Flüchtlingsdeal nie eingehalten,

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