Ukraine: Poroschenko wurde heute erneut vom Staatsanwalt verhört | Anti-Spiegel

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12-08-19 05:06:00,

Heute musste der ukrainische Ex-Präsident der Ukraine, Petr Poroschenko, in Kiew vor den staatlichen Ermittlern aussagen. Derzeit laufen dort mehr als 10 Strafverfahren, die mit Poroschenko in Verbindung stehen.

Die letzte Meldung über die Ukraine beim Anti-Spiegel ist schon zwei Wochen alt. Damals war Poroschenko samt Familie überraschend in die Türkei geflogen und es gab Gerüchte, er könne sich den Strafverfahren gegen sich durch Flucht entziehen. Tag der Wahrheit sollte der heutige 12. August werden, denn für diesen Tag waren die nächsten Verhöre von Poroschenko angesetzt. Wie im letzten Artikel versprochen berichte ich nun über die neuen Ereignisse.

Schon am 7. August war Poroschenko in die Ukraine zurückgegehrt.

Vorher, am 1. August, hatten ukrainische Medien gemeldet, dass Poroschenko sich an die US-Lobbyfirma BGR-Group mit der Bitte um Unterstützung gewandt hätte. Die BGR-Group ist eine einflussreiche Lobbyfirma in Washington mit besten Verbindungen in Politik und Regierung. Unter anderem ist auch der US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, Kurt Volker, der in der Ukraine hinter den Kulissen die Fäden zieht und ohne den in Kiew keine wichtige Entscheidung getroffen wird, mit der Firma eng verbunden.

Poroschenko bat gemäß den ukrainischen Meldungen darum, die USA mögen ihn bei den anstehenden Ermittlungen und Verfahren gegen ihn unterstützen. Seine Rückkehr nach Kiew kann man so werten, dass ihm zumindest eine gewisse Unterstützung zugesagt wurde. Wie groß der Einfluss der USA in Kiew ist, hat Joe Biden schon öffentlich gesagt, als er die „lustige“ Anekdote erzählt hat, wie er – quasi im Vorbeigehen – den ukrainischen Generalstaatsanwalt ausgetauscht hat. Und der heutige Stadthalter der USA in Kiew ist Kurt Volker, der wiederum mit der BGR-Group verbunden ist.

Heute nun fand das nächste Verhör Poroschenkos statt. Die Ermittler sprachen von derzeit elf Verfahren, in denen Poroschenko eine Rolle spielt, es könnten demnächst aber auch bis zu 15 werden. Es geht unter anderem um Hochverrat, Amtsmissbrauch, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Beeinflussung unabhängiger Gerichte, eine gesetzwidrige Regierungsbildung und noch einiges mehr.

Über den Inhalt des Verhörs wurde nichts bekannt. Dafür wurde bekannt, dass es bereits mindestens zwei weitere Verhöre im September geben soll, zu denen er bereits vorgeladen ist. Der Ermittler teilte mit, beim nächsten Verhör könnte auch ein Lügendetektor zum Einsatz kommen.

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