Chinesische Roboter mit Gesichtserkennung

chinesische-roboter-mit-gesichtserkennung

13-08-19 02:05:00,

Der Streifenpolizistroboter. Bild: IC

Chinas Kontrolle über den öffentlichen Raum wird immer lückenloser

In China setzt man konsequent weiter auf Technik, um die Gesellschaft zu überwachen und zu disziplinieren, also konformes Verhalten zu erzwingen wie mit dem Sozialkreditsystem. In Handan in der Provinz Hebei startete am Mittwoch der Einsatz von drei unterschiedlichen Verkehrspolizeirobotern.

Hervorgehoben wird von Global Times, dass dies die Fortschritte des chinesischen KI-Verkehrsmanagement manifestiere. Und natürlich sind die multifunktionalen Roboter das Ergebnis des Einsatzes von Big Data, KI, Cloud Computing und laserbasierter Navigation, also auf dem letzten Stand der Technik.

Die Roboter seien beladen mit Sensoren und könnten autonom patrouillieren, schreibt die Nachrichtenagentur Xinhua. Der mannshohe Streifenpolizistroboter fährt auf vier Rädern, gleicht aber oben einem Polizisten in gelber Uniform und mit weißer Mütze. Er soll also schon noch ein wenig an Menschen erinnern oder Menschliches mit den Obrigkeitssymbolen simulieren.

Die Roboter können mit Gesichtserkennung Fahrer identifizieren und selbst Aufnahmen des Verkehrsgesetze überschreitenden Verhaltens machen, beispielsweise beim Falschparken,dasselbe gilt auch für Fußgänger, die gegen Regeln Straßen überqueren, oder Fahrradfahrer. Überdies sollen sie den Verkehr regeln können.

Der Serviceroboter wird zum Fuhrparkmanagement eingesetzt und beantwortet Fragen, führt Menschen zu Schaltern, berichtet automatisch Sicherheitsrisiken und macht die Polizei auf Verdächtige aufmerksam. Und dann gibt es noch einen Roboter, der vor Verkehrsunfällen warnt.

Der Serviceroboter. Bild: IC

Global Times macht darauf aufmerksam, dass in letzter Zeit die Polizei vermehrt mit Gesichtserkennung und Robotern arbeite. Im April wurde die erste 5G-Polizeistation in Shenzhen eröffnet, weitere sollen folgen. 5G erweitert die Überwachungsmöglichkeiten enorm. Bestandteil ist die Möglichkeit, in Echtzeit hochaufgelöste Bilder zu übertragen. Offenbar haben Polizisten AR-Brillen (Augmented Reality) erhalten, die Gesichtsbilder aufnehmen und mit Gesichtserkennungstechnologe sofort mit Datenbanken abgleichen können.

Auch Motorräder wurden mit Kameras ausgestattet, um Aufnahmen der Gesichter und von Fahrzeugschildern zu machen, was, wie Global Times begeistert schreibt, “die Effizienz beim Sammeln von Informationen drastisch” steigere. Und dann kommen noch hochaufgelöste Bilder in Echtzeit von Drohnen und Robotern, so dass die Polizeizentrale Geschehnisse vor Ort beobachten und mit Polizeistreifen kooperieren kann.

Mit der Anonymität im öffentlichen Raum geht es damit schnell zu Ende, auch das Eintauchen in Menschenmassen schützt nicht mehr davor,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: