Klimawaffen: Mythos oder Realität? – Expertenmeinung

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14-08-19 04:16:00,

Waldbrände in Sibirien, Tornados in der Region Krasnodar, Hochwasser in der Äußeren Mandschurei. In Russland hat man diesen Sommer eine Reihe von Naturkatastrophen erlebt. Der Abgeordnete der russischen Staatsduma, Alexej Schurawljow, vermutet, dass gegen Russland Klimawaffen eingesetzt wurden. Ist es wirklich so?

Klimawaffen bedeuten eine bewusste Wetterbeeinflussung mit dem Ziel, dem Gegner Schaden zuzufügen. Mitte des letzten Jahrhunderts begannen die ersten Experimente mit der Wettermanipulation. Zunächst haben die Menschen gelernt, die Bildung von Wolken und Nebel künstlich herbeizuführen. Ähnliche Studien wurden in vielen Ländern, einschließlich der UdSSR, durchgeführt. Etwas später lernte man künstlichen Niederschlag. 1977 haben die Vereinten Nationen eine Konvention verabschiedet, die verboten hat, Klima als Waffe zu missbrauchen. Sie wurde auf Initiative der UdSSR verabschiedet und die Vereinigten Staaten schlossen sich ihr an.

„Das Thema der Klimawaffen ist sehr kompliziert. Die Frage ist umstritten, unter den Meteorologen gibt es unterschiedliche Meinungen. Das Problem der Entwicklung von Klimawaffen wurde seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts aufgegriffen. In der Sowjetunion wurde ein spezielles Institut gegründet, das sich damit beschäftigt hat. Es gab sogar eine Idee, tropische Zyklone umzuleiten“, sagte die Professorin Darja Guschtschina vom Institut für Wetter- und Klimaforschung der Lomonossow-Universität Moskau im Sputnik-Gespräch.

Wenn man über Klimawaffen spricht, darf man zwei Objekte nicht außer Acht lassen: den amerikanischen Komplex HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) , der sich in Alaska befindet, und das Objekt „Sura“ in Russland bei Nischni Nowgorod – einen multifunktionalen Radiokomplex, der die Ionosphäre untersucht.

Unlängst warf der US-amerikanische Wissenschaftler Scott Stevens Russland vor, Klimawaffen gegen die USA eingesetzt zu haben. Laut Stevens soll die russische Seite mit einer geheimen Installation wie „Sura“, die nach dem Prinzip eines elektromagnetischen Generators arbeitet, den Hurrikan „Katrina“ geschaffen und in die Vereinigten Staaten geschickt haben.

Hurrikan Irma trifft auf die Küste von Puerto Rico

©
REUTERS / Alvin Baez

Doch laut der Wissenschaftlerin besitzt der Mensch heute keine Fähigkeiten, die mit den Energiereserven der Natur vergleichbar sind.

„Damit eine tropische Zyklone (ein Tiefdruckgebiet – Anm. d. Red.) in eine bestimmte Richtung zieht, sind bestimmte Bedingungen erforderlich. Eine Zyklone wandert in einer Bewegungsbahn, wo die Wassertemperatur der Ozeanoberfläche 27 Grad Celsius übersteigt. Wenn man den Ozean an einem bestimmten Ort aufwärmt, kann man die Zyklone in die gewünschte Richtung umleiten. Aber um den Ozean wenigstens um die Hälfte eines Grades aufzuwärmen,

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