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16-08-19 07:27:00,

Am 8. August schrieb der australische Journalist John Pilger in einem Tweet nach seinem Besuch bei Julian Assange:

„Vergesst Julian Assange nicht, sonst werdet ihr ihn verlieren. Ich habe ihn im Gefängnis Belmarsh gesehen, sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert. Er wird schlimmer behandelt als ein Mörder: Er ist isoliert, wird unter Medikamente gesetzt, und alles, was er braucht, um sich gegen die fingierten Vorwürfe zur Auslieferung an die USA zu wehren, wird ihm vorenthalten. Ich habe jetzt Angst um ihn. Vergesst ihn nicht.“

Seit dem 11. April 2019 wird Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh gefangen gehalten. Manche bezeichnen ihn als Geisel einer „Fake Democracy“, also einer falschen, vorgetäuschten Demokratie.

Die USA verlangen seine Auslieferung aufgrund von Anklagepunkten, die sich auf ganz reguläre journalistische Arbeiten und Vorgehensweisen beziehen. Damit kriminalisieren die USA den Journalismus an sich, noch dazu außerhalb ihres Hoheitsgebiets, denn weder ist Assange US-Staatsbürger, noch hat er je von den USA aus publiziert.

Mit der Verfolgung und Anklage Assanges soll ein richtungsweisender Präzedenzfall geschaffen werden, der in eine absolut verheerende Richtung weist. Wird Julian Assange für seinen brillanten Journalismus angeklagt und verurteilt, ist dies der Beginn einer neuen faschistischen Journalistenverfolgung.

Tatsache ist, dass der Kampf um Julian Assange und die Pressefreiheit der entscheidende Kampf unserer Zeit ist. Seit dem 11. April 2019 finden in Deutschland und weltweit regelmäßig Mahnwachen und Aktionen für den mehrfach preisgekrönten und siebenfach für den Friedensnobelpreis nominierten Ausnahme-Journalisten statt.

Seit dem 03. Juli wird in Berlin wöchentlich jeden Mittwoch eine Mahnwache für Julian Assange vor der US-Botschaft veranstaltet, in Düsseldorf alle zwei Wochen mittwochs vor dem US-Konsulat, unter dem Motto #Candles4Assange beziehungsweise Eternal Flame. Das Licht der Pressefreiheit soll dabei symbolisch am Leben erhalten werden.

In Frankfurt sind die Eternal-Flame-Mahnwachen nun ebenfalls gestartet. Auch international gibt es diese Mahnwachen, in Athen, Mexiko-Stadt, in Auckland, Neuseeland und in Assanges Heimat Australien.

Auch samstags gibt es Mahnwachen: Am 10. August 2019 kamen in Düsseldorf vor dem US-Konsulat circa 20 Unterstützer*innen zusammen und forderten die sofortige Freilassung von Julian Assange.

Organisiert vom Free Assange Committee Germany (1) sprach zu diesem Anlass Dietmar Gaisenkersting über die Bedeutung des Falls und die globalen Zusammenhänge. Es wurden Flugblätter verteilt, Unterschriften für die Petition „Verhindert die Auslieferung von Julian Assange an die USA“ auf change.org (2) und Spenden gesammelt.

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