Krieg oder Bürgerkrieg – das ist hier die Frage | KenFM.de

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16-08-19 12:23:00,

Ein Beitrag von Willy Wimmer.

Die Klage des ehemaligen amerikanischen Kriegsministers, Herrn William Cohen, ständiger Gast der von der Bundesregierung jährlich in München mit Steuermitteln finanzierten „Münchener Kriegskonferenz“, in der Nachrichtensendung der BBC am 14. August 2019 um 20 Uhr, deutscher Zeit, konnte nicht nachdrücklicher ausfallen. Frontal griff er auf die begierig gestellte Frage der britischen Nachrichtensprecherin den amerikanischen Präsidenten, Herrn Donald Trump, wegen dessen „schlapper Vorgehensweise“ in Sachen „Hongkonger Sommer-Revolution“ an. Hatte doch an diesem Tag der US-Präsident Trump, um handelskriegerische Auseinandersetzungen mit dem Reich der Mitte nicht verlegen, die revolutionär wirkende Auseinandersetzung auf den Straßen Hongkongs zur „inneren Angelegenheit Chinas“ erklärt. Das war in den Augen des demokratischen Spitzenpolitikers William Cohen, um keine Talkshow verlegen, geradezu ein Sakrileg. Diese Einstellung hatte nichts, aber auch gar nichts mit den für ihre Rechte tatsächlich oder angeblich sich einsetzenden Bürgerinnen und Bürgern in Hongkong zu tun. Herrn Cohen ging es einzig und allein darum, das globale Einmischungsmodell der USA seit mehr als einem Jahrhundert durch US-Präsident Trump aufgegeben zu sehen. Die USA seien nun einmal das natürliche Sprachrohr für Ereignisse wie die in Hongkong – und wohl bald in Moskau. Nur die USA seien berufen, „Führer der freien Welt“ zu sein und das verlange nach Einmischung in die inneren Angelegenheit eines anderen Staates, wenn die USA dies dafür benötigten, ihre globale Führungsrolle aufrecht zu erhalten. Das scheint allerdings in Hongkong selbst anders gesehen zu werden. Das macht das Hissen britischer Kolonialfahnen im Hongkonger Parlamentsgebäude deutlich.

Die abwiegelnde Haltung von US-Präsident Trump kommt seit langem den Vertretern der Global-Kombinate und damit der Kriegskoalition in Washington aus Demokraten und Republikanern in die Quere. Sind die USA unter Präsident Donald Trump etwa auf dem Weg, sich wie ein Staat unter anderen Staaten zu bewegen und damit auf die global ausgreifende Politik seit dem Bürgerkrieg gegen die amerikanischen Südstaaten zu verzichten? Kaum ein globales Problem ist von einer solchen Dimension wie diese inner-amerikanische Auseinandersetzung. Dabei muß man an alles denken, wie die Erinnerung an die amerikanischen Generale McArthur und Patton uns heute noch zeigt. Bei den ganzen und unverantwortlichen Kriegsspielen jeden Tag entlang der russischen Grenze wird das unter Beweis gestellt. Da hat nicht Washington und ein amerikanischer Präsident das Heft des Handelns in der Hand sondern eine Kombination aus amerikanischen Militärbefehlshabern und mächtigen Gruppen innerhalb der Vereinigten Staaten.

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