propaganda-durchschauen!

16-08-19 08:51:00,

  1. Eine Propagandaanalyse des Golfkrieges
  2. Eine Rhetorikanalyse jüngerer Zeit
  3. Ein Modell für die Propagandaanalyse von Bildmaterial
  4. Eine Propagandaanalyse jüngerer Zeit

Der Golfkrieg (1) gibt uns Einblick, wie eine gute Propaganda funktioniert. Die Bevölkerung wurde wirklich glauben gemacht, dass aufgrund der illegalen Okkupation und der Menschenrechtsverletzungen interveniert wurde. Es wird übersehen, welche Folgen es hätte, würden diese Prinzipien wirklich auf die US-Politik angewandt. Das ist schon der erste beachtliche Erfolg der Propaganda.

Aber schauen wir uns einen anderen Aspekt an. Geht man die Berichterstattung über den Golfkrieg seit August 1990 durch, dann fällt auf, dass Stimmen fehlen. Zum Beispiel gibt es eine irakische Opposition, die tatsächlich sehr mutig und recht wesentlich ist. Natürlich arbeitet sie zum Teil im Exil, vorwiegend in Europa. Darunter gibt es Bankiers, Ingenieure, Architekten und ähnliche Leute. Sie artikulieren sich, melden sich zu Wort und reden.

Im Februar 1990, als Saddam Hussein noch ein guter Freund George Bushs war, kam eine Delegation der irakischen Opposition nach Washington mit der Bitte um Unterstützung ihrer Bestrebungen, eine parlamentarische Demokratie einzuführen. Sie wurden abgewiesen, die USA hatte keinerlei Interesse. Die Öffentlichkeit nahm keine Notiz davon.

Seit dem August 1990 wurde es schwieriger, ihre Existenz zu verleugnen. Nachdem die USA Saddam Hussein jahrelang unterstützt haben, schwenkt diese Haltung im August plötzlich um. Jetzt gab es eine demokratische irakische Opposition, die einige Vorstellungen zu dem Fall hatte. Sie würde glücklich darüber sein, wenn Saddam Hussein gevierteilt oder verjagt werden würde. Er ermordete ihre Brüder, folterte ihre Schwestern und vertrieb sie außer Landes. Sie haben gegen den Diktator gekämpft, als Ronald Reagan und George Bush ihn hätschelten. Wo waren ihre Erklärungen?

Schaut man sich die US-Presse von August bis März auf der Suche nach Stimmen der irakischen Opposition durch, findet man kein einziges Wort von ihnen. Nicht etwa, weil sie nichts gesagt hätten. Es gibt Erklärungen, Vorschläge und Fragen von ihnen. Wenn man sie anschaut, fällt auf, dass sich ihre Positionen nicht von denen der amerikanischen Friedensbewegung unterscheiden. Sie waren gegen Hussein und gegen den Krieg. Sie wollten nicht, dass ihr Land zerstört werde. Sie wollten eine friedliche Lösung und sie wussten, dass eine solche erreichbar war.

Das war die falsche Sichtweise und deshalb blieben sie außen vor. Man hörte kein Wort über die irakische Opposition.

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