Freiheit für Gefangene des Macron-Ausnahmezustands beim G7

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29-08-19 04:21:00,

In Nürnberg und im Baskenland haben zahlreiche Menschen für die sofortige Freilassung der Gipfel-Gefangenen und für zivile und politische Rechte demonstriert

Gegen den nicht erklärten, aber faktischen Ausnahmezustand im französischen Baskenland während des G7-Gipfels und für die Freilassung der Gefangenen wurde in verschiedenen Städten im Baskenland und in Deutschland demonstriert. Ein Schwerpunkt war Nürnberg, wo 150 Menschen für die Freiheit der drei jungen Leute demonstriert haben.

Telepolis hatte berichtet, dass drei junge Leute zwischen 18 und 22 Jahren aus der Stadt schon vor dem Gipfel präventiv in einer Kontrolle verhaftet wurden. Auch sie finden sich auf einer der schwarzen Listen, die vom BKA und dem Verfassungsschutz geliefert wurden (“BKA und Verfassungsschutz agieren als Gesinnungspolizei”). Sie führten auch zur zweimaligen illegalen Abschiebung des freien Mitarbeiters von Radio Dreyeckland (RDL). Das wird ein juristisches Nachspiel haben, hat Luc gegenüber Telepolis angekündigt.

“Eine Gruppe, die möglicherweise gewalttätig wird”

Eine Solidaritätsgruppe hat sich derweil in Nürnberg gegründet, um gegen die Willkür in Frankreich vorzugehen. Die Vorwürfe, mit denen eine Person zu 2 Monaten und zwei zu 3 Monaten Haft verurteilt wurden, sind hanebüchen. Sie sollen “eine Gruppe spontan gebildet haben, die möglicherweise gewalttätig wird”. Bekannt ist ohnehin, dass praktisch keine Gewalt von den Demonstranten gegen den Gipfel ausging. In einem Fall wurde ein “Scharmützel” mit viel Tränengas von der Polizei in Bayonne provoziert.

Das bestätigten deutsche Fotoreporter gegenüber Telepolis und das ist auch in ihren Twitter-Accounts nachzulesen. Er wurden “drei Leuchtkugeln seitens der Polizei in den Himmel (vergleichbar mit drei Durchsagen vor WaWe-Einsatz in Deutschland)” gefeuert und dann “folgten Tränengas und Wasser”. Erst danach gab es als Reaktion “Stein- und Flaschenwürfe der Gegenseite”. Zuvor waren die Menschen friedlich “einmal im Kreis” durch Baiona Ttipia (Klein Bayonne) gezogen und alles “blieb entspannt und ruhig”.

An dieser Stelle wurde auch berichtet, dass fünf Franzosen (angeblich “Linksextreme”) unter ähnlichen Vorwürfen wie die Nürnberger festgenommen worden waren. Sie sollen sogar angeblich vorgehabt haben, ein für die Polizei requiriertes Hotel abzubrennen.

Diesen Fake nimmt den Behörden, die für den nicht erklärten “Ausnahmezustand” verantwortlich waren, offenbar auch die französische Justiz nicht ab.

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