Der Traum des Rubikon

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03-09-19 09:04:00,

Wir sitzen auf Holzstühlen im Kreis unter der Jahrhunderte alten Linde im Schlosshof, und die reifen Samen rieseln auf uns hernieder. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Um uns herum Stille und üppiges Grün. Nur das Rauschen der Bäume im sanften Wind begleitet die Stimme von Hans, der uns mit seiner Theaterstimme auf den Workshop einstimmt:

„Wenn man gegen den Strom schwimmt, kommt man zur Quelle,

wir lassen uns vom Fluss des Lebens tragen.

Der RUBIKON ist erreicht oder liegt vor uns und wir gemeinsam bauen eine Brücke darüber.

Unsere Träume: So vielfältig, vielschichtig und unterschiedlich sie auch sind.

Wir träumen alle von einer gesunden, friedlichen Welt in respektvoller Ko-Existenz miteinander und mit der ganzen Schöpfung. Ich bin Leben, das leben will, umgeben von Leben, das leben will.

And I’m not the only one.

Dann gehen wir gemeinsam den Weg. Es gibt keinen Weg, nur gehen … und am Rande des Weges tauchen … da ist ein Wolf, … ein Wolf, nein es sind zwei, auf, …

Die wollen uns entzweien. Wölfe des globalen Feudalsystems.“

Gitarrentöne erklingen. Prinz Chaos II. stimmt mit kraftvoller Stimme das großartige Lied von Franz Degenhardt an: „Wölfe mitten im Mai.“ Wir sitzen weiter still im Kreis und lauschen:

„1.: August der Schäfer hat Wölfe gehört,

Wölfe mitten im Mai, zwar nur zwei,

aber August der schwört,

sie hätten zusammen das Fraßlied geheult,

das aus früherer Zeit, und er schreit.

und sein Hut ist verbeult.

Schreit: ‚Rasch, holt die Sensen sonst ist es zu spät.

Schlagt sie tot, noch ehe der Hahn dreimal kräht.‘

Doch wer hört schon auf einen alten Hut

und ist auf der Hut? Und ist auf der Hut?

2.: August der Schäfer ward nie mehr geseh‘n,

nur sein alter Hut, voller Blut,

schwamm im Bach. Circa zehn

hat dann später das Dorfhexenkind

nachts im Steinbruch entdeckt, blutbefleckt

und die Schnauze im Wind.

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