Anders als 2015 von Merkel insinuiert, war die Flucht Hunderttausender absehbar.

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10-09-19 01:33:00,

Darauf weist der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer aus Anlass des Jahrestages der Öffnung der Grenzen durch Angela Merkel persönlich in diesem Video hin. Das ist ein redaktioneller Video-Beitrag von „Der Fehlende Part“ (RT Deutsch) vom 7. September 2019. Auf Bitten der NachDenkSeiten wurde das Interview verschriftet. So können Sie beide Versionen verwenden. Albrecht Müller.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland wird immer noch den Eindruck haben, als sei 2015 die Ankunft von sehr vielen Flüchtlingen in Ungarn eine Überraschung gewesen. Das war es nicht, auch nicht für Angela Merkel. Sie war schon zu Kanzler Kohls Zeiten, also über 15-20 Jahren vorher eingeweiht in die damals besprochenen und zu erwartenden großen Fluchtbewegungen. Der frühere Staatssekretär im Verteidigungsministerium und langjährige Bundestagsabgeordnete beschreibt, welche Informationen über potentielle Fluchtbewegungen schon in den neunziger Jahren vorlagen. Er beschreibt auch, dass auf deutscher und europäischer Seite deshalb eine Zusammenarbeit mit arabischen und nordafrikanischen Staaten geplant und schon „eingetütet“ war. Das passte aber den USA, Israel und einigen anderen arabischen Staaten nicht. Mit ihrer Behauptung, wir seien von so vielen Flüchtlingen überrascht worden, verdeckt Angela Merkel die offenkundigen Versäumnisse.

Hier also die Texte des Interviews:

“Ein fortdauernder Verfassungsbruch” – Willy Wimmer über die Flüchtlingskrise 2015

FRAGE: Warum war das eine Zäsur damals mit der Flüchtlingskrise 2015?

„Das hat, durch die einsame Entscheidung der Bundeskanzlerin -am Parlament und an der deutschen Öffentlichkeit vorbei- die verfassungsmäßige Ordnung unseres Landes außer Kraft gesetzt. Es ist –wie der ehemalige Bundesverteidigungsminister Robert Scholz gesagt hat- seither ein fortdauernder Verfassungsbruch. Und das macht natürlich deutlich, dass hier eine Entscheidung durch die Bundeskanzlerin getroffen worden ist, die die Substanz und die Statik unseres Landes vernichtend außer Kraft gesetzt hat.“

FRAGE: Angela Merkel sprach im September 2017 davon, dass im Vorfeld der Migrations- und Flüchtlingskrise 2015 „nicht richtig aufgepasst wurde“. Was halten Sie von dieser Einschätzung?

„Jemand, der als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin so etwas formuliert, ist fehl am Platz, wird seinen Aufgaben nicht gerecht. Und das muss man mit allem Nachdruck sagen, weil das ja eine Entwicklung ist, die auf die Zeit der deutschen Wiedervereinigung 1990 und 1989 zurückzuführen ist. Ich habe ja selber in Moskau die Gespräche mit dem hochangesehenen, ehemaligen sowjetischen Botschafter in Deutschland, Walentin Falin, geführt,

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