Tagesdosis 10.9.2019 – Der Öko-Konsens | KenFM.de

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10-09-19 01:58:00,

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Ein Kommentar von Florian Kirner.

Seit gut einem Jahr tobt eine eskalierende Debatte um die Frage des Klimawandels, der Umweltzerstörung und ihrer Ursachen. Man ist versucht, von einem „Glaubenskrieg“ zu sprechen.

Aber genau darin liegt schon ein Problem. Der inflationäre Einsatz von religiösen Vokabeln, vor allem auf Seiten der Skeptiker einer menschengemachten Klimakatastrophe schwer in Mode – „Klimakirche“, „CO2-Papst“, „Klima-Religion“ – ist nicht sehr gut geeignet, eine sachliche Debatte zu ermöglichen, die den Namen verdient.

Auch diejenigen, die von einem entscheidenden Beitrag der Menschheit und einen daraus resultierenden Klimakollaps überzeugt sind, befinden sich allerdings in einem hochemotionalisierten Zustand. Sie rechtfertigen das mit der objektiven Dringlichkeit, umgehend und radikal umzusteuern, wenn wir die Ökokatastrophe noch irgendwie abbiegen oder wenigstens einbremsen wollen.

Der Konflikt hat längst auch KenFM erreicht. Vor allem hier, im Format Tagesdosis, prallen die Meinungen aufeinander.

Bevor ich nun versuchen werde, einige Leitplanken einzuziehen, auf die wir uns vielleicht alle miteinander einigen können, will ich zunächst meine eigene Position deutlich machen.

Ich bin das, was Rainer Rupp vermutlich einen „Klimahysteriker“ nennen würde. Meine eigene Beobachtung der Natur, des Wetters und des Klimas, mein Blick auf die Geschichte des Wirkens der menschlichen Zivilisation, sowie die Ergebnisse meiner Recherchen sind eindeutig: der Mensch ist dabei, das Ökosystem des Planeten nicht nur irreparabl zu beschädigen – das tun wir schon sehr lange. Sondern wir sind dabei, das Gleichgewicht des Klimas zu zerstören und sehen in den immer extremeren Wetterereignissen der letzten Jahre lediglich die Vorboten einer kommenden Katastrophe.

Für mich, um auch diese Kuh vom schmelzenden Eis zu holen, ist auch evident, dass klimaschädliche Gase, vor allem CO2 und Methan, bei diesem Prozess eine zentrale, verheerende Rolle spielen.

So. Und nun zu meinem Konsensvorschlag!

Ich denke, wir sind uns quer durch alle Lager, die sich hier gebildet haben, über Folgendes einig:

Die menschliche Zivilisation hat das Gesicht dieses Planeten entscheidend verändert. Durch eine seit der Bronzezeit ununterbrochene Entwaldung des Planeten. Durch Flächenversiegelung, Luftverschmutzung, die Begradigung von Flüssen, durch den flächendeckenden Einsatz von Pestiziden,

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