Bye Bye Bolton! Eine gute Nachricht … aber nicht für jeden

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12-09-19 07:11:00,

Manchmal gibt es sie doch: gute Nachrichten. Eine davon der letzten Tage: Der Abgang des „Nationalen Sicherheitsberaters“ John Bolton, einem gefährlichen Kriegstreiber, der vor nichts zurückschreckte, um die USA als alleinige Weltmacht im Sattel zu halten. Die unabhängige australische Bloggerin und Journalistin Caitlin Johnstone beobachtet die Reaktionen angeblich gemäßigter demokratischer Führungsfiguren auf diese Demission. Erleichterung klingt anders. Übersetzung von Susanne Hofmann.

Demokraten stellen Boltons Abgang als etwas Schlechtes dar

John Bolton ist nicht mehr Präsident Trumps Nationaler Sicherheitsberater. Trump sagt, er habe Bolton gefeuert, Bolton sagt, er habe seinen Rücktritt zuerst angeboten. Beide legen nahe, dass der Abgang aufgrund von Unstimmigkeiten über die Außenpolitik erfolgt sei, das scheinen auch unabhängige Berichte zu bestätigen.

Mir persönlich ist das herzlich egal. Mich kümmert es nicht, ob Trump Bolton gefeuert hat, weil sie sich darüber zerstritten haben, welche Figur der Sesamstraße einen Faustkampf gewinnen würde. Mir ist es gleich, ob Bolton von einem heftigen Windstoß aus dem Weißen Haus gepustet wurde. Es ist vergebene Liebesmüh, in einer mit verlogenen Soziopathen vollgepfropften Regierung die Details des Schauspiels auseinanderzuklamüsern. In diesem Fall ist es besonders sinnlos, denn das Einzige, was zählt, ist, dass John Bolton jetzt weg ist. Das ist gut an sich, ganz gleichgültig, wie genau es dazu gekommen ist.

Trump sagt, er werde in der kommenden Woche einen neuen Nationalen Sicherheitsberater benennen, und die gute Nachricht lautet, dass es – gleich wen er nun letzten Endes auswählt –schier unmöglich ist, dass er oder sie ein schlimmerer blutrünstiger psychopathischer Unhold als sein/ihr Amtsvorgänger sein kann. Denn Bolton ist ohne Übertreibung die schlimmstmögliche Personalie, wenn es um den Drang geht, einen Dritten Weltkrieg loszutreten. Derzeit ist ein gefährlicher neokonservativer Dämon namens Charles Kuppermann Boltons kommissarischer Nachfolger. Ihn beschreibt der politische Beobachter Jeffrey Kaye als „Reagan-Anhänger, islamophoben Neandertaler, ein Geschöpf der Rüstungsindustrie und sehr engen Mitarbeiter von Bolton selbst“, und es gibt Gerüchte, wonach ein anderer widerwärtiger neokonservativer Bundesgenosse Boltons, der frühere CIA-Analyst Fred Fleitz unter den Topfavoriten ist. Wir können also nicht darauf vertrauen, dass Boltons Nachfolger besser sein wird, aber wir können absolut zuversichtlich sein, dass er zumindest nicht schlimmer wird.

Es ist unbestreitbar positiv, dass der frühere Direktor des PNAC (Project for the New American Century,

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