Ölpreis: Was passiert, wenn es zu einem offenen Konflikt mit dem Iran kommt? | www.konjunktion.info

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17-09-19 07:02:00,

Zapfsäule - Bildquelle: Pixabay / IADE-Michoko; Pixabay LicenseZapfsäule - Bildquelle: Pixabay / IADE-Michoko; Pixabay License

Zapfsäule – Bildquelle: Pixabay / IADE-Michoko; Pixabay License

Nach dem Angriff auf die saudische Ölinfrastruktur ist der Preis für das schwarze Gold stark angestiegen. Das Wall Street Journal bezeichnet den Angriff gar als “the Big One” und der US-Präsident Donald Trump lässt “durchblicken”, dass ein militärischer Vergeltungsschlag wahrscheinlich ist. Natürlich steht dabei der Iran im Fokus der Anschuldigungen und natürlich schießt sich auch die kriegstreibende Hochleistungspresse auf Teheran an – ohne dass beide Seiten irgendwelche Beweise vorlegen können.

Dabei ist es vollkommen klar, dass ein militärisches Vorgehen gegen den Iran zu einem größeren Krieg im Mittleren Osten führen wird. Ein Schock für die globale Wirtschaft. Denn mit der Straße von Hormus hat Teheran das Pfund schlechthin in der Hand dem weltweiten Ölhandel nicht nur massive Nadelstiche zu verpassen.

Ein markant steigender Ölpreis aufgrund eines militärischen Konflikts wird dazu führen, dass die Inflation massiv ansteigen wird. Denn neben dem Transport werden auch die “Ölanteile” in den jeweiligen Produkten teurer werden. Letztlich gibt es so gut wie kein Gut, dass nicht in irgendeiner Form Öl als Bestandteil/Transportmittel benötigt. Zudem wird ein höherer Ölpreis dazu führen – der im Übrigen noch auf eine fallenden Nachfrage treffen und somit noch abgefedert wird -, dass die Wirtschaft in sich verlangsamt werden wird. Etwas, was wir auch kurz vor der Krise 2008 sehen konnten. Sollte sich ein Krieg im Mittleren Osten zudem über einen längeren Zeitraum hinziehen, könnte es zu einer Stagflation führen, bei der die Preise steigen und gleichzeitig die Wirtschaftsaktivitäten wegbrechen. Das Horrorszenario schlechthin für die Ökonomen und Politiker. Ein solches Phänomen fand letztmals in den 1970ern statt und vielleicht kann sich noch der eine oder andere an autofreie Sonntage und Schlangen an den Tankstellen erinnern.

Während jementische Houthi-Rebellen die Verantwortung für den Angriff für sich reklamieren, gehen die USA von einem Angriff durch den Iran aus:

Der US-Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte, gab an, dass der Angriff auf saudische Einrichtungen 19 Bereiche traf und dass der Startbereich west-nordwestlich der Ziele – Richtung Iran – und nicht südlich von Jemen gelegen habe.

(The U.S. official, who asked not to be named, said there were 19 points of impact in the attack on Saudi facilities and that evidence showed the launch area was west-northwest of the targets – the direction of Iran – not south from Yemen.)

Ein militärischer Gegenschlag auf den Iran trägt das Potenzial eines Dritten Weltkrieges in sich und die meisten Menschen dürften nicht einmal im Ansatz ahnen,

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