Wie geht es weiter in der syrischen Provinz Idlib? | Anti-Spiegel

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21-09-19 10:07:00,

Das Problem der Provinz Idlib in Syrien ist immer noch ungelöst und auch der Gipfel am Montag mit Putin, Erdogan und Rohani brachte keine Lösung. Wie geht es dort weiter und droht von im Falle eines syrischen Angriffs eine neue Flüchtlingswelle?

Inzwischen dauert der Streit um die syrische Provinz Islib schon über ein Jahr. Nachdem der IS 2018 in Syrien praktisch besiegt war, war Syrien in großen Teilen wieder unter der Kontrolle der legitimen Regierung. Es gab nur noch zwei Ausnahmen: Erstens das Gebiet östlich des Euphrat, wo von den USA unterstützte kurdische Ableger der PKK das Land besetzt halten und zweitens die Provinz Idlib im Nordwesten des Landes, wo sich Ableger der Al-Kaida festgesetzt haben.

Russland und Syrien haben immer angekündigt, dass es nicht hinnehmbar ist, dass in einer ganzen Provinz eine gesetzlose Terrororganisation herrscht, die dort schalten und walten kann, wie sie will. Dort halten etwa 50.000 schwer bewaffnete Islamisten drei Millionen Zivilisten als Geiseln. Obwohl die Islamisten trotz offiziell geltender Waffenruhe syrisches Gebiet und russische Basen mit Drohen und Artillerie beschießen, wird jeder Angriff Syriens vom Westen scharf verurteilt, man verweist auf eine drohende humanitäre Katastrophe.

Das ist natürlich richtig, aber ist das auch ein Argument, Angriffe auf Al-Kaida zu unterlassen? Das muss jeder für sich selbst beantworten.

Als aber Ende August endlich eine neue Waffenruhe vereinbart wurde, haben die USA einen Luftangriff auf Ziele in Idlib geflogen und viele Zivilisten getötet. Sie begründeten das mit einem Angriff auf einen wichtigen Kommandoposten von Terroristen. Eine interessante Begründung, denn sonst behaupten die USA immer, in Idlib säße nur die „gemäßigte Opposition“. Besonders „unterhaltsam“ war die Bundesregierung, die allen Ernstes verkündet hat, sie wisse von nichts, dabei ist die Bundeswehr doch vor Ort und arbeitet mit den USA zusammen.

Das Problem ist, dass Erdogan die Islamisten in dem Syrien-Krieg lange unterstützt hat und daher auch noch gute Beziehungen zu ihnen hat. So gute Beziehungen, dass die türkische Armee in der Region sogar von Al-Kaida genehmigte Beobachtungsposten hält.

Da der Westen im syrischen Friedensprozess keine Rolle spielt, die Gespräche finden im sogenannten „Astana-Format“ statt, sind die Treffen der Staatschefs von Russland, der Türkei und des Iran von besonderem Interesse,

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