droht-deutschland-die-abschaffung-des-bargelds?

22-09-19 12:26:00,

Eine Welt ohne Cash ist das Ziel großer globaler Interessen. Im Visier dabei: Deutschland. Das erklärt der Journalist, Buchautor und Bargeld-Befürworter Norbert Häring im Sputnik-Interview. Der Autor des Buches „Schönes Neues Geld: Uns droht eine totalitäre Weltwährung“ nennt dabei die Verantwortlichen der Pläne zur Abschaffung des Bargelds.

Nicht nur Schweden, auch Deutschland droht in naher Zukunft eine mögliche flächendeckende Abschaffung des Bargelds. Darauf machen seit Jahren Geld-Experten und Kritiker des bargeldlosen Bezahlens wie Norbert Häring aufmerksam. Der promovierte Volkswirt und Wirtschaftsjournalist beim „Handelsblatt“ warnt schon lange vor einer geplanten Bargeldabschaffung in Deutschland.

Bargeldlose Bezahlung (Symbolbild)

„Bargeld an sich ist sehr sicher“, sagte der Bargeld-Befürworter im Sputnik-Interview. „Im Sinne, ob wir Bargeld noch lange nutzen dürfen, ist es ziemlich unsicher. Es ist erklärtes Programm der G-20, also der mächtigsten Regierungen der Welt, das Bargeld loszuwerden. Bei uns in den Industrieländern wird das heimlich gemacht. Das hat der Internationale Währungsfonds IWF auch offen so empfohlen: Es heimlich zu machen. Es nicht öffentlich zu erklären, weil es zu viel Widerstand gibt. Aber in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern – die dafür Geld und technische Hilfen erhalten – ist es erklärtes Regierungsprogramm, möglichst schnell das Bargeld ganz schnell abzuschaffen.“

Dient bargeldlose Gesellschaft kollektiver Überwachung?

Die Vorteile des Bargelds für „uns Menschen sind, dass es anonym ist und dass es uns ermächtigt, selber die Kontrolle zu haben und es niemand verhindern kann, dass wir etwas kaufen. Ein weiterer Vorteil für uns ist, dass es nichts kostet. Es hält keiner die Hand auf, wenn wir etwas bar bezahlen. Das wiederum sind Nachteile für andere Akteure.“

Unter den Bargeld-Gegnern seien große Banken und Regierungen, die ihre Bürger „überwachen wollen“. An erster Stelle die US-Regierung. „Die wollen (personalisierte, Anm. d. Red.) Finanz-Daten haben. Da ist Bargeld natürlich lästig.“ Auch Kreditkartenunternehmen wie „American Express“, „Visa“ und „Master Card“ haben laut ihm ein Interesse an der Abschaffung von Münzen und Geldscheinen. Häring nannte auch die Initiative „Better Than Cash Alliance” (mit Sitz in New York, Anm. d. Red.), bei der die genannten Kreditkarten-Anbieter neben weiteren globalen Konzernen Mitglieder sind. Auch die Regierungen folgender Länder setzen sich in der Initiative offiziell für eine bargeldlose Gesellschaft ein: Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Elfenbeinküste, Ghana, Indien, Indonesien, Jordanien, Kolumbien, Kenia, Mexiko, Uganda, Uruguay, Vietnam und viele andere.

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