„BlackRock – Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns“: Was der neuen Doku fehlt

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28-09-19 11:49:00,

Mitte September strahlte der Sender „Arte“ die Premiere der TV-Dokumentation „BlackRock – Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns“ aus. Der bekannte „BlackRock“-Kritiker, Finanz-Experte und Autor Werner Rügemer aus Köln hat sich für Sputnik die Doku angeschaut. Im Interview nennt er Positives. Aber betont auch: „Die Doku lässt Wichtiges weg.“

„In der neuen Doku sind ganz aufschlussreiche Informationen enthalten“, sagte Werner Rügemer im Sputnik-Interview kurz nach Ausstrahlung des Films. „Für mich war neu, dass ‚BlackRock‘ auch einen Zugriff auf Mexiko versucht und weiter ausübt. Um dort in die Privatisierung der mexikanischen Energie-Versorgung einzudringen. Das ist im Film sehr gut dokumentiert. Auch sehr viele andere Informationen zu ‚BlackRock‘ – die man ja kaum noch überblicken kann – werden gut dargestellt.“

Office der US-amerikanische Fondsgesellschaft Blackrock (Archiv)

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AFP 2019 / Lino Mirgeler / dpa

Am 16. September zeigte der deutsch-französische TV-Sender „Arte“ die Doku „BlackRock – Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns“ (Dokumentarfilm von Tom Ockers, D 2019, 90 Min). Sie ist außerdem auf dem YouTube-Kanal von „ARTEde“ zu sehen und hat mittlerweile schon über eine halbe Million Klicks gesammelt.

„Es heißt: Geld regiert die Welt.“ Mit diesen Worten – gesprochen von einer tiefen Frauenstimme und untermalt von bedrohlich wirkender Musik – beginnt die neue Doku über den weltgrößten Kapitalakteur mit Sitz in den USA. „Keiner hat mehr Geld als der Finanz-Investor ‚BlackRock‘. Über sechs Billionen Dollar stehen dem Konzern zur Verfügung. Das meiste stammt von großen Anlegern. Aber auch von Millionen kleinen Sparern weltweit. Wer so viel Geld bewegt, hat Einfluss auf Firmen, Politiker und ganze Länder. Was genau bedeutet das für uns alle? Warum wissen wir so wenig über den größten Finanz-Giganten von allen?“

„Daran mangelt es der neuen Doku“

„Einen Mangel in der Doku“ benannte Rügemer im Sputnik-Gespräch: „Die großen Medien greifen sich sozusagen einen hauptsächlichen Täter heraus. Und die konzentrieren sich dann ganz auf ‚BlackRock‘. Das ist diese typische Leitmedien-Darstellung eines Problems. Aber die Breite dieser Investoren-Gruppe wird dabei verdrängt oder einfach nicht dargestellt.“ Denn: „Die Deregulierung der Finanzmärkte hat seit den 1990er Jahren zu dieser Entwicklung geführt.“ Das werde im Film verschwiegen.

Seine Kritik an der neuen Doku: „Dass man sich eben nur auf diesen einen US-Kapitalorganisator konzentriert. Da wird eben die gesamte System-Änderung in der Finanzwelt ausgeblendet,

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