Der neue alte Feind

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02-10-19 12:43:00,

Es hätte so wunderbar friedlich werden können auf unserem Planeten nach den politischen Veränderungen des Herbstes 1989 und den Umbrüchen in den ersten Jahren danach. Dass dieses Wunder nicht geschah und warum, darüber schreibt Wolfgang Bittner in seinem gerade erschienenen Buch „ Der neue West-Ost-Konflikt — Inszenierung einer Krise“.

Auf 311 Seiten seziert er die weltpolitischen Machenschaften der USA, deren Ziel es schon seit über einem Jahrhundert ist, die alleinige Weltherrschaft zu erlangen.

Auch nach 1989 hat sich nichts an dieser Strategie geändert. Somit ist der neue West-Ost-Konflikt genau der alte, der vor dem Fall der Mauer noch Ost-West-Konflikt hieß, außer, dass aufgrund der Auflösung der östlichen Großmacht Sowjetunion und deren Militärbündnis die nun „einzige“ Weltmacht ihre Vorgehensweise noch perfider, brutaler, rücksichtsloser und verlogener durchsetzt und überall auf der Welt die „Willigen“ in diese Strategie einbindet,

Längst war es an der Zeit, die wirklichen Ursachen und Hintergründe, Initiatoren und Nutznießer des seit langem immer von neuem befeuerten West-Ost-Konflikts offen zu benennen. Mit seinem 311 Seiten umfassenden Werk hat sich Wolfgang Bittner dieser Aufgabe gestellt und alle Facetten der Politik des westlichen Hegemons der letzten Jahre, Jahrzehnte, ja des letzten Jahrhunderts betrachtet und seziert. Dabei ist es dem Autor wichtig, nicht nur die gegenwärtige, lange schon zu beobachtende Zuspitzung der West-Ost-Krise mit all den ständig hysterisch in den Medien und von den westlichen Politikern verbreiteten, oft absurden Geschichten darzustellen, sondern auch einen Blick auf die Wurzeln, die Anfänge dieser Politik zu werfen.

Er greift deshalb weit in die Geschichte zurück und verortet den Beginn dieser Strategie in die Zeit des Ersten Weltkrieges. In seinem Buch führt er uns kundig, mit vielen Fakten und Quellen unterlegt, durch die über ein Jahrhundert verfolgte Strategie der absoluten „Full Spectrum Dominanz“. Um die heutigen Verhältnisse richtig werten zu können, vermittelt uns der Autor die historischen Fakten. So nutzten die USA diesen Krieg bewusst, um durch die Gewährung immenser Kriegskredite an England und Frankreich die bisherigen europäischen Weltmächte an sich zu binden und ihrem Einfluss zu unterwerfen. Dieses Konzept ist bis heute intakt, was unter anderem an der lange schon besonders auffälligen hündischen Gefolgschaftstreue Großbritanniens zu beobachten ist.

Sowohl die großzügige finanzielle Unterstützung als auch das letztendliche militärische Eingreifen der USA besiegelte die deutsche Niederlage. Deutschland wurde im Friedensvertrag von Versailles vom Juni 1919 als Alleinschuldiger am Krieg erklärt,

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