prima-betriebsklima-greta-ist-total-ferngesteuert-|-kenfm.de

07-10-19 11:56:00,

Von Uli Gellermann.

Die Versuche, die Friedensbewegung zu schwächen, sind zahlreich. Der letzte massive Versuch, vorgetragen ausgerechnet über die eigentlich achtbare VVN Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, flankiert von ein paar Redakteuren der JUNGEN WELT, galt einer behaupteten Querfront von LINKS zu RECHTS. In der sollte unter anderem Ken Jebsen mit seiner sehr effektiven Plattform (KenFM) sein Wesen treiben. Jebsen wurde in Acht und Bann getan. In einer Mischung aus Eitelkeit (Das ist aber meine Friedensbewegung, ätsch) und falschverstandenem Marxismus (Wer Marx nicht gelesen hat, darf nicht mitmachen, bäh) wurde auf den friedensbewegten „Montagsmahnwachen“ rumgetrampelt und so die Breite der Bewegung erfolgreich auf einen harten, sterilen Kern reduziert.

In diesen Tagen scheint eine ähnliche Inszenierung die FRIDAYS FOR FUTURE-Bewegung zu treffen. Nicht selten kommt die scharfe Kritik aus der Friedensbewegung. Gern fokussiert der Widerspruch auf Greta Thunberg, das Gesicht einer Bewegung, die ein paar Millionen junger Menschen weltweit auf die Straßen bringt. Menschen, die sich Sorgen um die Umwelt und ihre eigene Zukunft machen. Thunberg, so der Verdacht ihrer Kritiker, könne diese riesige Bewegung wohl kaum allein organisiert haben. Über die Kräfte hinter hier wird weitgehend gemutmaßt. Dass die FRIDAYS FOR FUTURE-Jugendlichen den Kampf gegen die Hochrüstung bisher nicht in ihren Fokus genommen haben, wird ihnen ebenso zum Vorwurf gemacht, wie man Greta Thunberg vorwirft, dass sie von Ex-US-Präsident Obama empfangen wurde.

Es ist noch nicht lange her, dass mehrere Millionen primär junge Menschen für schärfere Waffengesetze in den USA demonstriert haben. Obwohl auch das eine beachtliche organisatorische Leistung war, gab es keine Frage nach den möglichen Hintermännern. Auch dass mit Emma González ein sehr junges Gesicht die Bewegung prägte, kümmerte kaum. Nicht einmal das dicke Lob von Barack Obama, der den Schülern in einem Brief „Ausdauer, Entschlossenheit und Solidarität“ attestierte, konnte das Mißtrauen der heutigen Greta-Kritiker damals wecken. Klar: Die Organisationen Never Again MSD und der March for our Lives lagen den Aktivisten der Friedensbewegung thematisch näher als die Aktionen für die Umwelt. Aber Menschen, die in Bewegungen sind und an deren Spitze dieser Satz geäußert wurde: „And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself“ (Greta Thunberg), denen sollte man näher treten,

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