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09-10-19 10:21:00,

Die Entscheidung von US-Präsident Trump, der Türkei grünes Licht für den Einmarsch in Nordostsyrien und damit zum Kampf gegen die Kurden zu geben, die das Gebiet kontrollieren, schlägt immer höhere Wellen.

Ich habe die über Hintergründe der Entwicklungen schon geschrieben, Sie finden sie hier. Und dass die Medien ein Propaganda-Feuerwerk wegen dieser Sache abbrennen, sieht jeder in diesen Tagen. Schockierend ist, wie sehr die Medien dabei Kriegspropaganda betreiben und sogar offene Verachtung für das Völkerrecht zeigen, wie ich hier am Beispiel des Spiegel aufgezeigt habe.

Um das klar zu sagen: Ich bin ganz eindeutig gegen den offensichtlich bevorstehenden Einmarsch der Türkei in Syrien. Auch das ist ein Völkerrechtsbruch, denn niemand hat das Recht, einfach so in ein anderes Land einzumarschieren und Teile davon zu besetzen. Das gilt auch für die USA, die im Osten Syriens mit Bodentruppen aktiv sind und bisher die Kurden unterstützt haben.

Allerdings – und das ist der nächste Skandal – unterstützen die USA dort die YPG, die eine Tochter der PKK ist. Und die PKK wird international als Terrororganisation eingestuft. Die USA arbeiten also mit Terroristen zusammen und das ist der Grund für den geplanten türkischen Einmarsch: Die YPG unterstützt die PKK in der Türkei mit Waffen und Kämpfern, die übrigens auch von Deutschland mit Waffen versorgt und ausgebildet werden. Deutschland unterstützt nämlich die Peschmerga, eine ebenfalls mit YPG und PKK zusammen arbeitende kurdische Organisation im Irak.

Der Westen hat also durch seine Unterstützung von Terroristen eine Situation geschaffen, in der man fast Verständnis für den völkerrechtswidrigen Einmarschplan von Erdogan haben kann. Soweit kann die Politik des Westens führen.

Der Spiegel hat sein Propaganda-Feuerwerk am Dienstag fortgesetzt. Und wie ich am Montag schon angekündigt habe, werden die Kurden in Syrien nun nicht mehr YPG genannt, sondern „Demokratische Kräfte“, wie man zum Beispiel in dem Artikel mit der Überschrift „Trumps Syrienpolitik und die Kurdenmiliz SDF – Der Verrat“ lesen konnte:

„Genau genommen sind es nicht „die Kurden“, sondern die mehrheitlich kurdischen „Syrian Democratic Forces“ (SDF), denen Trump nun die amerikanische Unterstützung entzieht.“

Wir erfahren nun von unseren Medien, dass dort Musterdemokraten herrschen. Ich habe allerdings noch nichts von irgendwelchen Wahlen in irgendeinem kurdisch kontrollierten Gebiet gehört. Aber solche Feinheiten interessieren die Medien nicht,

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