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09-10-19 10:14:00,

Deutschland ist top in Sachen Klimaschutz. Die erneuerbaren Energien sind auf dem Vormarsch. Und mit dem Klimapaket wird alles noch ein Stückchen grüner. Welche dieser drei Aussagen ist falsch? Richtig, jede einzelne. Die Wahrheit ist: Mit der Energiewende macht sich die Industrie die Taschen voll, der Verbraucher zahlt drauf und wird belogen.

Der Blick auf die Stromrechnung ist nicht selten ein Ärgernis: Immer weiter steigen die Preise, wo soll das nur hinführen? Ein weiterer Dorn im Auge: Schaut man auf das Kleingedruckte, so kann man in der Kategorie „Gesondert ausgewiesene Belastungen“ die rasant wachsende EEG-Umlage entdecken. Die Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien garantiert den Erzeugern von Ökostrom feste Vergütungen für das Einspeisen von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz. Diese EEG-Umlage hat sich seit 2010 fast verfünffacht, aktuell liegt sie bei rund 6,4 Cent pro Kilowattstunde.

Ein großer Irrtum…

Bundeskabinett bespricht das Klimapaket in Berlin am 20. September 2019

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REUTERS / MICHAEL HANSCHKE

Merkwürdig ist nur, dass sich die Vergütung für die Ökostrom-Erzeuger im gleichen Zeitraum lediglich verdoppelt hat. Was ist denn 2010 passiert, dass der Verbraucher so viel mehr zahlen muss? Und was passiert mit dem vielen Geld, das wir nun mehr zahlen? Eines kann ich Ihnen an dieser Stelle verraten: Zum Ausbau von beispielsweise Solar- oder Windenergie wird es nicht genutzt. Nein, es fließt in die Wirtschaft.

Lassen Sie es mich ganz klar formulieren: Mit dem Geld, das der Verbraucher über seine Stromrechnung mehr bezahlt, werden genau die Konzerne in Deutschland unterstützt, die besonders viel Energie verpulvern. Das alles ist eine ganz einfache Rechnung:

Absurd und paradox…

Seit 2010 sind Anbieter von Ökostrom verpflichtet, ihren Strom an der Strombörse in Leipzig zu verkaufen. Die Preise dort sind meist abhängig von den Produktionskosten der Energie-Art, und da Sonne und Wind als billig gelten, im Vergleich zu Atomstrom, wird der Ökostrom auch an der Börse immer billiger. Der Preis fällt also. Für einen Windkraftbetreiber rentiert es sich aber nur, wenn er in etwa 8 Cent pro Kilowattstunde verdient. Bekommt er an der Börse aber beispielsweise nur 3 Cent, muss der Verbraucher die Differenz von 5 Cent mit der EEG-Umlage zahlen. Im Klartext: Je billiger der Ökostrom, desto mehr bezahlt der Verbraucher.

Und warum profitiert jetzt die energieintensive Industrie? Nun, das liegt daran, dass rund 2000 Betriebe in Deutschland von der EEG-Umlage ausgenommen sind,

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