Die Entspannung mit Russland braucht Kommunikation – Das Russische Forum in London ist ein solcher Kanal

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09-10-19 01:08:00,

Da die politischen Kanäle zwischen Russland und „dem Westen“ von Medien und Politikern weitgehend zerstört wurden, braucht es andere Wege der Kommunikation. Diese Wege sollten auch die Möglichkeiten nutzen, die kulturelle, sportliche oder geschäftliche Beziehungen zwischen Russland und EU-Ländern bieten können. Ein Beispiel für jene „alternativen“ Kommunikations-Kanäle nach Russland ist das dieser Tage in London ausgerichtete „Westminster Russia Forum“. Von Tobias Riegel.

Der offizielle Dialog zwischen Russland und zahlreichen EU-Ländern ist höchst eingeschränkt oder ganz zum Erliegen gekommen. In dieser Situation braucht es Alternativen zu diesen offiziellen Kanälen. Ein Beispiel dafür ist das dieser Tage in London ausgerichtete “Westminster Russia Forum“ (WRF), das an einer Entspannung mit Russland interessierte Politiker, Geschäftsleute, Sportler und Künstler zusammenbringen will.

Bei diesen Gesprächskanälen abseits der Politik können auch manchmal seltsame Verbindungen entstehen – so würde es nicht verwundern, wenn manchen Lesern der NachDenkSeiten einzelne der Referenten des WRF, etwa aus dem House Of Lords, möglicherweise als zu „konservativ“ erscheinen. Das wirft ein Licht auf die prinzipiellen Komplikationen in der Kommunikation zwischen Nationen: Um eine Entspannung mit Russland zu befördern, müssen auch Unterschiede ausgehalten und Gemeinsamkeiten betont werden, auch gegenüber den „Mitstreitern“. Das bedeutet keine Kritiklosigkeit, weder gegenüber Russland noch gegenüber einzelnen Referenten des WRF. Das Ziel der Entspannung mit Russland sollte aber zahlreiche Differenzen überlagern, die auf anderen Politikfeldern bestehen. Auch wenn das Westminster Russia Forum also „ideologisch“ nicht „perfekt“ sein mag: Es ist unverzichtbar.

Wenn die Politik versagt: Entspannung durch Kultur und Handel

Eine zentrale Veranstaltung des WRF ist die Diskussionsrunde mit dem Thema „Europäisch-russische Beziehungen: Multilaterale Ost-West-Beziehungen in Zeiten des Wandels“. Die Teilnehmer sind der LINKEN-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, der Viscount von Waverley aus dem House Of Lords, Olga Podberezkina von der Russischen Staatsduma, Mirjam Zwingli vom WRF sowie Frank Creyelman vom flämischen Parlament.

Weitere Referenten des Forums sind unter vielen anderen Martin Hoffman vom Deutsch-Russischen Forum, der russische Handelsbotschafter in Großbritannien, Alexander Yarovoy, sowie Abgesandte zahlreicher Firmen oder Anwaltskanzleien – letztere bestreiten Diskussionsrunden mit Themen wie „Juristische Kooperationen zwischen Europa und der Russischen Föderation“ oder die „Stärkung von Banden durch Medien, Sport und Kultur“.

In den letztgenannten Themen könnte eine der Stärken des WRF liegen – in einem Ausbau der Verbindungen jenseits der großen Politik: in Form von Partnerschaften bei Business,

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