The Wolff of Wall Street: Europäische Union | KenFM.de

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18-10-19 08:16:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Europäische Union“.

Die Europäische Union und ihre Vorgängerorganisationen galten jahrzehntelang als Garant für Sicherheit und Wohlstand in Europa.

Seit einigen Jahren aber erleben wir einen immer stärkeren Zersetzungsprozess der EU, der sich unter anderem im Brexit oder in den separatistischen Bewegungen in Spanien, Belgien, Italien und Großbritannien äußert. Und in Brüssel hat sich eine riesige Bürokratie aus Karrieristen etabliert, die eine größere Nähe zu Industrie- und Finanzlobbyisten aufweist als zum Rest der europäischen Bevölkerung.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung? Weshalb haben sich Anspruch und Wirklichkeit so weit voneinander entfernt? Werfen wir dazu einen Blick auf die Geschichte der EU vor dem Hintergrund der globalen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte.

1957 haben Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. 1967 wurde die EWG um mehrere Länder erweitert und in „Europäische Gemeinschaft“, kurz EG, umbenannt.

Sowohl die Gründung als auch die Erweiterung fanden mit der Zustimmung der USA statt, die die Welt damals militärisch, politisch und wirtschaftlich dominierten und im Zusammenrücken Westeuropas die Errichtung eines Bollwerks gegen ihren globalen Gegenspieler, die Sowjetunion, sahen.

Diese weltpolitische Konstellation ging allerdings mit dem Fall der Sowjetunion und der deutschen Wiedervereinigung zu Beginn der Neunziger Jahre zu Ende. Als 1993 die EU gegründet wurde, beobachteten die USA die Entwicklung mit Sicherheit sehr viel kritischer als zuvor.

Durch die Wiedervereinigung war nämlich Deutschland, in zwei Weltkriegen der große Gegenspieler der USA, zur wirtschaftlich und politisch stärksten Kraft in der EU aufgestiegen und konnte von nun an erheblichen Einfluss auf ihre weitere Entwicklung nehmen.

Der erste große Meilenstein der deutschen Dominanz in der EU war die Einführung des Euros. Da die DM damals sehr gefragt war und deshalb unter hohem Aufwertungsdruck stand,

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