Trump als Hoffnungsträger?

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22-10-19 07:58:00,

US-Präsident Donald Trump ist auf der einen Seite wegen gewisser Ziele heftigsten Angriffen der Hintergrundkreise und ihrer Medien ausgesetzt, gegen deren Willen er offensichtlich ins Amt gekommen ist. Auf der anderen Seite ist er als Präsident fest in Administrationen eingebunden, die von den Hintergrundkreisen, welche sich im Council on Foreign Relations bündeln, geprägt werden und denen er folgt. Er ist eine vielschichtige Gestalt und schwer zu beurteilen. Immer wieder sprengt er Grenzen, die Präsidenten sonst gezogen sind. Vor kurzem erregte eine einmalig kritische Äußerung über frühere Entscheidungen der US-Nahost-Politik Aufsehen, der Wolfgang Effenberger in ihrer Bedeutung nachgeht. (hl)

 Ein Gastbeitrag von Wolfgang Effenberger

Am 9. Oktober 2019 reagierte US-Präsident Donald Trump mit einer für US-Präsidenten einmaligen Twitter-Botschaft auf die Angriffe, die sein Beschluss, US-Truppen aus dem Norden Syriens abzuziehen, hervorgerufen haben:

“The United States has spent EIGHT TRILLION DOLLARS fighting and policing in the Middle East. Thousands of our Great Soldiers have died or been badly wounded. Millions of people have died on the other side. GOING INTO THE MIDDLE EAST IS THE WORST DECISION EVER MADE IN THE HISTORY OF OUR COUNTRY! We went to war under a false & now disproven premise, WEAPONS OF MASS DESTRUCTION. There were NONE! Now we are slowly & carefully bringing our great soldiers & military home.”
„Die Vereinigten Staaten haben acht Billionen Dollar für den Kampf und die Polizeiarbeit im Nahen Osten ausgegeben. Tausende unserer großen Soldaten sind gestorben oder schwer verletzt worden. Millionen von Menschen sind auf der anderen Seite gestorben. IN DEN NAHEN OSTEN ZU GEHEN IST DIE SCHLECHTESTE ENTSCHEIDUNG, DIE JE IN DER GESCHICHTE UNSERES LANDES GETROFFEN WURDE! Wir zogen unter einer falschen und jetzt widerlegten Prämisse in den Krieg, WEAPONS OF MASS DESTRUCTION (MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN). Es gab KEINE! Jetzt bringen wir langsam und vorsichtig unsere großartigen Soldaten und das Militär nach Hause.“ 1

Was macht diese Botschaft so einmalig? Ein amerikanischer Präsident gibt zu, dass eine mit einer Lüge begründete Intervention Millionen Tote gefordert habe.
Dieses sensationelle Geständnis hat so gut wie gar keinen Widerhall in den Medien gefunden. Diese beschäftigen sich vor allem mit Trumps umstrittenem Versuch, durch den ukrainischen Präsidenten die Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden und dessen Sohn Hunter prüfen zu lassen. Hunter Biden hatte nur wenige Wochen nach dem sog.

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