Unter Dach und Haut

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31-10-19 09:03:00,

Ob nun die Netflix-Serie „Black Mirror“ oder das unveröffentlichte Dystopie-Drama „Grey State“ des ermordeten Regisseurs David Crowley – in beidem wurde vor der Einführung von RFID-Chips gewarnt. Chips, die allen Bürgern implantiert werden, mit welchen sie bezahlen, ihr Auto und ihr Haus auf- und zusperren können und auf dem sie alle persönlichen Daten – Ausweise, Krankenkassen-Daten et cetera – mit sich herumtragen. Papier gibt es nicht mehr. Auch ZDF-Nachrichtensprecher Claus Kleber war sich vor ein paar Jahren nicht zu schade, im Heute-Journal Werbung (!) für diese Chips zu machen.

Und wer will, kann auch in der Offenbarung, Kapitel 13, Verse 16 bis 18 der Luther-Bibel eine Ankündigung oder Voraussage einer solchen Maßnahme herauslesen. Dort heißt es:

„Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“

Vor dem Hintergrund dieser allumfassenden ideologischen Vorbereitung war es nur eine Frage der Zeit, bis irgendwann aus einer Richtung der erste Donner des Vorschlaghammers für diese Entwicklung ertönen würde. Dass ausgerechnet die Sparda-Bank – eine Bank, die tendenziell dem Arbeiter nahesteht – den ersten Schritt in diese Richtung geht, ist bedauerlich!

Wer nun zwischen dem ersten Oktober und dem 31. Dezember einen Baufinanzierungsvertrag bei der Sparda-Bank abschließt, erhält kostenlos ein NFC-Implantat in die Hand gespritzt. Hier wurde wohl ein bewusstes Wording betrieben: Das Wort „Chip“ wurde geflissentlich vermieden und durch „Implantat“ ersetzt, da es, wie eingangs beschrieben, doch schon sehr negativ konnotiert ist. Auch handelt es sich nicht um einen RFID-Chip, sondern um ein NFC-Implantat, also einen Chip, der rein passiv ist, nichts sendet und nur aktiviert wird, wenn sich ein NFC-fähiges Lesegerät in einer Nähe von einem bis vier Zentimeter befindet. Also alles easy, locker, harmlos! Könnte man meinen.

Doch selbstverständlich muss man diese Entwicklung langfristig betrachten.

Würde man mit der Tür ins Haus fallen und gleich für einen RFID-Chip werben, der imstande wäre,

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