Russland will eigenes Online-Lexikon als Ersatz für Wikipedia schaffen | Anti-Spiegel

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06-11-19 10:04:00,

Die Funktion von Wikipedia als Propaganda-Instrument ist ein weithin unterschätztes Thema in Deutschland. In Russland offenbar nicht, denn Russland will nun den Aufbau eines eigenen Online-Lexikons fördern, um die der US-Propaganda von Wikipedia ein echtes Lexikon gegenüber zustellen.

Wenn wir in Deutschland etwas über Wikipedia hören, dann ist es meistens positiv. Ein gutes Projekt sei das, demokratisch und offen. Dass das nicht so ist, stellt jeder schnell fest, der Artikel über aktuelle politische Vorgänge oder bestimmte Personen ändern will. Versuchen Sie mal, aus dem Artikel über Dr. Daniele Ganser das Wort „Verschwörungstheorie“ zu löschen. Sie werden dann die wahre „Demokratie“ von Wikipedia kennen lernen, Sie werden nämlich kommentarlos auf Lebenszeit gesperrt. Das ist nur eines von vielen Beispielen.

Möglich wird das, weil Wikipedia einen (gewollten?) Fehler im System hat. Es gibt dort nämlich keine Diskussion unter gleichberechtigten Usern, die demokratisch Entscheidungen treffen, sondern dort gibt es eine Hierarchie, in der einige wenige „Auserwählte“ bestimmen, was bei Wikipedia die Wahrheit ist. Und es gibt Artikel, die man als Normalsterblicher nicht anfassen darf, wenn man nicht augenblicklich gesperrt werden will. (Details finden Sie am Ende des Artikels)

Das ist keinesfalls ein rein deutsches Problem. Das gibt es auch in anderen Sprachen. Auf Englisch zum Beispiel beschäftigt sich eine Autorin damit, die in einem sehr langen Artikel unter dem Titel „Wikipedia – Verrottet bis zur Wurzel“ im Detail aufzeigt, wie bei Wikipedia gearbeitet wird. In Deutschland beschäftigen sich Markus Fiedler und Dirk Pohlmann in dem Projekt „Neues aus Wikihausen“ mit Wikipedia. (Details am Ende des Artikels).

Das System dahinter ist einfach: In Wikipedia werden bestimmte politische Meinungen propagiert und keine Gegenstimmen zugelassen. Dabei werden die entsprechenden Wikipedia-Artikel in die gewünschte Richtung manipuliert, anders lautende Informationen gestrichen und die Menschen, die eine gegenläufige Meinung vertreten, werden gezielt mit verleumderischen Artikeln schlecht geschrieben.

Das ist besonders inakzeptabel, weil man sich gegen einen solchen Rufmord nicht wehren kann, denn die Autoren bei der Wikipedia sind anonym, sozusagen als Heckenschützen, tätig und können auch Karrieren und Lebenswege zerstören, wenn sie jemanden einseitig schlecht schreiben. Das ist schon öfters geschehen.

Die Meinungen, die bei Wikipedia propagiert werden sind – grob zusammengefasst – folgende: Die USA und die Nato sind gut; Israel ist ganz human und wer die israelische Politik kritisiert,

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