Macron-Interview in The Economist – Welche Kernaussage verschweigt der Spiegel wohl? | Anti-Spiegel

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07-11-19 02:55:00,

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie der Spiegel nur das berichtet, was in seine Agenda passt und seinen Lesern alles andere konsequent verschweigt. Heute gab es bei einem Artikel über ein Interview von Macron ein neues Beispiel dafür.

Der französische Präsident Macron hat der britischen Zeitung The Economist ein ausführliches Interview gegeben. In diesem Interview hat Macron ausführlich über die europäische Sicherheitspolitik und die Zukunft der europäischen politischen Ausrichtung gesprochen.

Interessant ist nun, was der Spiegel darüber berichtet hat und was er verschweigt. Macron hat in dem Interview fünf Kernaussagen getroffen, so will ich es mal nennen, der Spiegel hat aber nur über vier davon berichtet. Interessant ist also, welche Aussage Macrons der Spiegel unter den Tisch fallen ließ.

Zunächst hat der Spiegel darüber berichtet, dass der politische Zustand der Nato derzeit erbärmlich sei:

„Macron sagte in einem Interview mit der britischen Zeitschrift „The Economist“: „Was wir derzeit erleben, ist der Hirntod der Nato.“ Es gebe „keinerlei Koordination bei strategischen Entscheidungen zwischen den USA und ihren Nato-Verbündeten“. Die Amerikaner schienen den europäischen Partnern „den Rücken zu kehren“, sagte Macron.“

Das ist objektiv richtig. Wir konnten es zuletzt in Syrien erleben, als Macron aus den Medien erfahren hat, dass Trump seine Soldaten von der syrisch-türkischen Grenze abzieht. Das sagt natürlich einiges aus, über den derzeitigen Zustand der Nato. Das gegenseitige Vertrauen dürfte intern – vorsichtig ausgedrückt – etwas angekratzt sein.

Die zweite Kernaussage Macrons ging in die gleiche Richtung, aber dieses Mal nicht gegen die USA, sondern gegen die Türkei, die von allen Seiten wegen ihres Vorgehens in Syrien kritisiert wird:

„Zudem zeige das Nato-Land Türkei ein „unkoordiniertes, aggressives“ Vorgehen in einem Bereich, in dem die Sicherheitsinteressen aller berührt seien.“

Auch das ist korrekt, allerdings hat sich die Nato um die Sicherheitsinteressen der Türkei auch nicht sonderlich gekümmert. Ich bin kein Freund des türkischen Vorgehens in Syrien, aber natürlich haben die Kurden an der türkischen Grenze die türkische Sicherheit bedroht, das ist objektiv korrekt. Und die Nato hat sich nicht sonderlich um die türkischen Sicherheitsinteressen gekümmert, im Gegenteil: Die Kurden waren dort mit Unterstützung der USA aktiv und auch britische und französische Spezialeinheiten waren dabei.

Macrons dritte Kernaussage ist interessant,

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