Unser Problem ist nicht die Krise, es ist das Gefühl der Machtlosigkeit | KenFM.de

08-11-19 10:17:00,

Von Dirk C. Fleck.

Haltet die Welt bitte kurz an, ihr Mächte. Danke. Jetzt ist kurzfristig Ruhe im Karton. Herrlich. Lasst uns den Stillstand nutzen, lasst uns in Ruhe darüber nachdenken, was wir noch zur Verfügung haben, bevor der Rest auch noch den Bach runter geht. Denn Fakt ist, dass die Schöpfung von uns in jeder Sekunde geschreddert wird. Gnadenlos, gefühllos, sinnlos. 

Wer von euch kennt die Steigerung von tot? Niemand? Ich sag`s euch: AUSGESTORBEN! Ausgestorben im Anthropozän. Im vom Menschen gemachten Zeitalter, für das es in der Erdgeschichte keine Entsprechung gibt. In dem das Artensterben zum Alltag gehört. In dem sogar das Licht verschmutzt ist. In dem die Verdrängung der Natur das oberste Ziel der Menschheit zu sein scheint.

Also, was haben wir noch zur Verfügung? Setzten wir einen Preis für die Dienstleistungen der Natur am Menschen an, so wäre er heute trotz aller bisher gezeigten Zerstörungswut nach wie vor beträchtlich. Noch immer liefert die Natur uns jährlich einen Nutzen von 33 Billionen Dollar. In Form von Früchten, in Form von Wasser und in Form einer „CO2“-Wäsche, die von den Pflanzen vorgenommen wird.  Nach Schätzungen der Wissenschaftler Paul Hawken und Frederic Vester betrug der natürliche Kapitalstock einst 400 bis 500 Billionen Dollar. Aber noch immer stehen jedem Menschen auf der Welt pro Jahr 50 000 Dollar vom natürlichen Kapital zur Verfügung. Wenn wir nicht wollen, dass die Meere und Wälder ihre globalen Dienstleistungen, die bis jetzt jedem Menschen zugute kamen, demnächst für immer einstellen, müssen wir endlich lernen, dass es allemal besser ist, mit der Natur, als gegen sie zu leben. 

So einleuchtend das ist und so sehr Millionen von Menschen die Mechanismen des kapitalistischen Giersystems, unter dem sie extrem zu leiden haben, inzwischen durchschaut haben, so unmöglich scheint sich diese Forderung in der Praxis durchsetzen zu lassen. Die Begründung ist erschreckend: der globalen Finanzelite ist es nämlich einfach zu teuer, die Erde zu retten. Lasst mich an dieser Stelle Abraham Lincoln zitieren, den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er regierte von 1861 bis 1865, bis er am Karfreitag desselben Jahres im Ford`s Theatre in Washington D.C. einem Attentat zum Opfer fiel.

„Die Macht des Geldes,“ so Lincoln,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: