US-Wirtschaft: Produktivität erstmals seit vier Jahren gefallen | www.konjunktion.info

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10-11-19 08:57:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Negative Indikatoren, wie der Nachfolgende, türmen sich inzwischen zu einem wahren potenziellen ökonomischen Katastrophenberg auf. Ein Berg, der nach wie vor von den Mainstreamanalysten und den meisten arglosen Marktteilnehmern ignoriert wird, weil sie den falschen Indikator namens Aktienmarkt vertrauen. Ignoriert, bis es zu spät für ein Reaktion ist.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass nach offiziellen Zahlen 7% des US-BIP/GDP durch den Finanzsektor “erwirtschaftet” wird, dann wird es wahrlich eng. Denn die US-Finanzjongleure haben in den letzten Jahren sicherlich nicht unter schlechten Zahlen “gelitten”.

US-BIP und Anteil Finanzsektor - Bildquelle: OECD (2019), US-BIP und Anteil Finanzsektor - Bildquelle: OECD (2019),

US-BIP und Anteil Finanzsektor – Bildquelle: OECD (2019), “Country statistical profile: United States 2019/4”, in Country statistical profiles: Key tables from OECD, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/g2g9e6de-en.

Kurzinformation zum Thema Quartalszahlen der US-Banken
Gleich vier amerikanische Großbanken haben heute ihre neuesten Quartalszahlen vorgelegt. Erstmals bekommen sie auch die niedrigen Zinsen zu spüren. Grund zum Jammern wie in Europa haben sie aber nicht.

Tatsächlich scheffeln die US-Banken weiterhin Milliarden. Allein die größte US-Bank, JPMorgan, hat im dritten Quartal 9,1 Milliarden Dollar (plus acht Prozent) verdient – mehr als die gesamte deutsche Kreditwirtschaft im gesamten Jahr erwirtschaften wird.

Auch ist es JPMorgan gelungen, trotz zweier Zinssenkungen durch die amerikanische Notenbank Fed, den Zinsüberschuss im dritten Quartal zu steigern – um zwei Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar. Gelungen ist dies dank des anhaltend starken Verbrauchergeschäfts.

(Quelle und weitere Informationen: tagesschau.de)

Dieses Verhalten haben wir bereits 2006/2007 vor dem letzten großen Crash gesehen. Zwar mag sich Geschichte nicht wiederholen, aber sie reimt sich erstaunlich oft. Wie lange werden Hochleistungspresse und Investoren diese Daten noch ignorieren (können)? Nochmals ein weiteres Jahr? Gar bis zur nächsten US-Wahl im November 2021? Ich glaube eher nicht…

Amerikanische Arbeiter waren im Juli-September-Quartal weniger effizient und brachten zum ersten Mal seit Ende 2015 die Produktivität nach unten.

Das Arbeitsministerium teilte am Mittwoch mit, dass die Produktivität, ein Maß für die Wirtschaftsleistung für jede geleistete Arbeitsstunde, im dritten Quartal um 0,3% zurückgegangen sei. Der Rückgang erfolgt nach zwei Quartalen gesunder Zuwächse.

Dennoch ist die Produktivität im vergangenen Jahr nur um 1,4% gestiegen, etwa zwei Drittel des langjährigen Durchschnitts.

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