Beginnt eine neue Medienkampagne über die Verfolgung Homosexueller in Russland? | Anti-Spiegel

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22-11-19 10:10:00,

Im Spiegel konnte man am Freitag wieder einen Artikel lesen, der sich mit der angeblichen Verfolgung von Homosexuellen in Russland beschäftigt. Was sind die Hintergründe und was ist an der Geschichte dran?

Eines der hartnäckigsten Vorurteile gegenüber Russland im Westen ist die angebliche Verfolgung von Homosexuellen. Tatsächlich gibt es die nicht, es gibt lediglich ein Gesetz, dass es verbietet, „Propaganda für Homosexualität vor Minderjährigen zu machen“. Also man darf Homosexualität vor Minderjährigen nicht als etwas Tolles anpreisen. Russland ist der gegen die Frühsexualisierung von Kindern und in Russland ist man der Meinung, dass Kinder sich frei von Einflussnahme auf sexuelle Vorlieben oder Orientierung entwickeln sollen. Und das russische Gesetz sieht auch „schwere“ Strafen vor: Es handelt sich um Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld von ca. 60-75 Euro geahndet werden. Das ist alles. Ich habe hier ausführlich darüber berichtet.

Das ist also die Rechtslage, aus der die Medien im Westen die angebliche „Unterdrückung von Homosexuellen in Russland“ herleiten.

Am Freitag hat der Spiegel einen Artikel mit der Überschrift „Von Kindern zu Homosexualität befragt – Russische Polizei ermittelt gegen schwulen Talkgast“ veröffentlicht, in dem man einleitend lesen konnte:

„In einem bekannten russischen Videoblog beantwortete ein Mann Fragen von Kindern zu seiner Homosexualität. Jetzt erhält er Morddrohungen – und muss eine lange Gefängnisstrafe fürchten.“

Da ich das russische Gesetz gelesen habe, war ich einigermaßen überrascht, denn dort ist von Gefängnisstrafen nicht die Rede. Im Spiegel kann man dann lesen, dass ein gewisser Maxim, 21 Jahre alt und bekennender Homosexueller, auf einem YouTube-Kanal mit Kindern über Homosexualität gesprochen hat. Dann steht in dem Artikel:

„Gegen den Mann mit dem Namen Maxim und eine Frau, die das Video produziert hat, ermittle die Polizei wegen sexueller Nötigung von Kindern, berichtete der britische Rundfunk BBC. In einer Mitteilung der Polizei an die Tatverdächtigen heißt es dem Bericht zufolge, es gebe „Hinweise auf einen verkommenen Charakter“ der Akteure. Die beiden hätten die Kinder zu Homosexualität anregen wollen. Russische Medien hatten bereits Anfang November von dem Fall berichtet.“

Ich habe die Links in dem Zitat so belassen, wie sie im Spiegel zu sehen sind. Der kurze BBC-Film zeigt eine rührselige Geschichte darüber, wie die Kinder unschuldige Fragen stellen und Maxim erzählt,

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