Syrien-Update: Wie der Spiegel alles Wichtige verschweigt, was im November geschehen ist | Anti-Spiegel

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24-11-19 10:19:00,

Da ich schon länger keinen Überblick über die Entwicklungen in Syrien geschrieben habe, werde ich hier die Entwicklungen seit Anfang zusammenfassen und auch die beeindruckende Desinformation, die der Spiegel darüber fabriziert hat.

Im Oktober ist Bewegung in die Situation in Syrien gekommen. Die Türkei wollte die Unterstützung der PKK durch syrische Kurden unterbinden und hat einen Einmarsch in Nordsyrien angekündigt, um eine Sicherheitszone an der türkisch-syrischen Grenze zu errichten. Da die USA im Nordosten des Landes die Kurden unterstützt haben, drohte sogar eine Konfrontation türkischer und amerikanischer Soldaten. Das hat die Türkei jedoch in Kauf genommen, woraufhin Trump den überstürzten Abzug seiner Truppen angeordnet hat.

Daraufhin marschierte die Türkei ein und dann es kam zu einem Treffen von Putin und Erdogan in Sotschi, bei dem die beiden ein Abkommen ausgehandelt haben, was die Lage wieder beruhigt hat. Im Ergebnis haben sich die Kurden mit Assad auf eine Zusammenarbeit geeinigt und syrische Truppen sind in das Gebiet eingerückt. Damit es nicht zu Zusammenstößen mit den Türken kommen konnte, sind auch russische Truppen eingerückt und haben eine Pufferzone zwischen Türken und Syrern geschaffen. Im Ergebnis patrouillieren nun russische und türkische Soldaten gemeinsam die Grenze und sichern sie so vor kurdischer Unterstützung für die PKK in der Türkei.

Wer allerdings gehofft hatte, dass es nun – nachdem die Kurden und die syrische Regierung sich geeinigt hatten und auch wieder zusammenarbeiten – zu einem Abzug der US-Truppen aus Syrien kommen würde, der hat sich zu früh gefreut. Die USA haben Truppen in Ostsyrien belassen und die syrischen Ölfelder besetzt, um sie zu „beschützen“. Die Frage ist, vor wem.

Das Öl wird nun in LKW über die irakische Grenze gebracht. Wer die Erlöse aus dem gestohlenen und geschmuggelten Öl einstreicht, ist nicht klar. Die USA behaupten, die Kurden würden die Gelder bekommen, aber belegt ist das nicht und es ist nicht ausgeschlossen, dass die USA die Millionen selbst einstreichen. Dass es den USA in Syrien nun, nachdem ihr Regimechange gescheitert und Assad weiterhin Präsident des Landes ist, in der Hauptsache ums Öl geht, sagen die USA auch ganz offen. Trump sagte am 2. November vor Journalisten:

„Der Waffenstillstand in Syrien ist fest etabliert. Wir haben das Öl gerettet. Offen gesagt, können andere an der Grenze in Syrien patrouillieren.

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