Was haben angebliche russische Spionage in Serbien und ein Mordversuch in Bulgarien gemeinsam? | Anti-Spiegel

27-11-19 05:17:00,

Hinter der anti-russischen Berichterstattung in den Medien stehen Netzwerke, die immer wieder überraschend sind. Dieses Mal will ich über eine Schlüsselfigur berichten, die hinter sehr vielen Berichten über Ereignisse auf dem Balkan steckt.

Manchmal finden sich bei völlig unterschiedlichen Themen plötzlich Zusammenhänge, die man nicht erwartet hat. Ich habe letzte Woche Artikel über einen angeblichen Mordversuch des russischen Geheimdienstes GRU in Bulgarien gelesen und einen Artikel über angebliche Spionage der Russen im mit ihnen befreundeten Serbien. Gerade, als ich beschlossen habe, darüber nicht zu schreiben, fiel mir auf, dass in beiden Fällen der gleiche „unabhängige“ Journalist die Quelle der Meldungen ist. Da wurde es dann plötzlich sehr interessant.

Die erste Meldung

Am 22. November berichtete der Spiegel über einen angeblichen Spionagefall, bei dem ein Vize-Militärattaché der russischen Botschaft in Belgrad einem pensionierten Oberst der serbischen Armee Geld übergeben haben soll. Das ganze sei schon im Dezember 2018 geschehen und wurde auf Video gefilmt. Das Video wurde erst jetzt veröffentlicht.

Serbien und Russland sind eng befreundet. Russland unterstützt Serbien bei seiner Position zum Kosovo, Serbien hat als einziges Land in Europa keine Sanktionen gegen Russland verhängt und beide Staaten führen auch gemeinsame Militärübungen durch und Serbien kauft moderne russische Luftabwehrsysteme. Die Freundschaft zwischen Serbien und Russland ist historisch gewachsen und steht auf sehr festen Füßen.

Das ist den USA ein Dorn im Auge, die Russlands Einfluss auf dem Balkan zurückdrängen wollen. Aber dessen ungeachtet haben sich Putin und der serbische Präsident Vucic schon 16 Mal getroffen und am 4. Dezember ist das nächste Treffen in Sotschi geplant. Und nun wurde, kurz vor dem Treffen, das Video anonym auf YouTube online gestellt. Im Spiegel konnte man dazu lesen:

„Die anonym geposteten Videoaufnahmen seien nicht von serbischen Stellen aufgezeichnet worden, doch hätten diese davon gewusst, sagte Vucic. Der bulgarische Investigativ-Journalist Christo Grosev hatte Kleban auf dem Video bereits am Mittwoch identifiziert und ihn dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeordnet.“

Russland bestreitet, dass es in Serbien spioniert und der serbische Präsident sieht keinen Grund, das geplante Treffen mit Putin abzusagen. Er nannte Putin sogar demonstrativeinen wahren Freund Serbiens„.

Der politische Skandal, den man nach der Meldung erwarten musste, ist ausgeblieben. Den USA gefällt das nicht,

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