Fall Epstein: Wie der Spiegel von dem Skandal ablenkt und seine Leser auf die falsche Fährte führt | Anti-Spiegel

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03-12-19 09:11:00,

Wie sehr die deutschen Medien im Fall Epstein von der tatsächlichen Geschichte ablenken, ist zum Augenreiben. Ich will das an einigen Artikeln des Spiegel aus den letzten Tagen einmal zeigen.

Epstein wurde 2008 zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er mit Minderjährigen Sex gehabt und sie dafür bezahlt hat. Es ging aber nicht nur darum. Es ging auch darum, dass er Minderjährige zur Prostitution gezwungen haben soll und zwar mit seinen sehr einflussreichen Freunden. Dabei ging es um führende Politiker der USA, auch Bill Clinton wurde genannt, um Hollywood Schauspieler, Geschäftsleute und auch um internationale Größen, wie Prinz Andrew. Aber das Gericht hat sich dafür nicht interessiert.

2019 wurde er erneut festgenommen und dieses Mal ging es ganz ausdrücklich um Prostitution von Minderjährigen. Die Details finden Sie hier.

Die wichtigste Frage war nun: Wer waren seine Kunden? Diese müssten wegen Sex mit Minderjährigen, Pädophilie und ähnlichem angeklagt werden. In vielen US-Staaten ist ja sogar Prostitution selbst illegal, von Prostitution mit Minderjährigen ganz zu schweigen. Epstein war aber so freundlich, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen. Das zumindest ist die offizielle Version. Und sie hat einen Riesenvorteil für seine Kunden: Gegen einen Toten kann der Staatsanwalt kein Verfahren mehr führen, es wird also keine Prozess geben, bei dem Epstein unerwünschte Details und Namen preisgeben könnte.

Dabei gibt es an der Selbstmordthese einige Zweifel. Epstein hat angeblich schon vorher einen Selbstmordversuch um Gefängnis gemacht. Nach den gültigen Regeln hätte er als selbstmordgefährdeter Gefangener besonders bewacht werden müssen und in seiner Zelle durfte nichts sein, womit er sich gefährden könnte. Er saß in einem Hochsicherheitsgefängnis und sogar seine Bettwäsche war aus einer Art Papier. Das müsste reißen, wenn man damit versucht, sich aufzuhängen.

Aber er hat sich gemäß offizieller Version in seiner Zelle unbemerkt aufgehängt. Wie es der Zufall will, haben sämtliche Überwachungskameras bei Epsteins Zelle in der Nacht seines Selbstmordes nicht funktioniert. Und die Wachen, die ihn regelmäßig kontrollieren sollten, haben das in der Nacht nicht getan und ihre Protokolle gefälscht. Gegen diese Wachleute wurde nun Anklagen erhoben. Die Anwälte von Epstein zweifeln die Selbstmordthese an und sogar ein in den USA berühmter Pathologe, der bei der Obduktion von Epstein dabei war, zweifelt die offizielle Version an und spricht von „Beweisen für Mord“.

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