Mord in Berlin und Ausweisung russischer Diplomaten – Was ist bekannt, was Spekulation? | Anti-Spiegel

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04-12-19 11:44:00,

Wegen eines Mordes am 23. August in Berlin hat Deutschland heute zwei russische Diplomaten ausgewiesen, die Spuren führen angeblich nach Russland. Was ist in dem Fall bekannt, was ist Spekulation?

Am 23. August wurde in Berlin ein Tschetschene mit georgischer Staatsangehörigkeit auf offener Straße erschossen, der Täter wurde kurz darauf festgenommen. Spekulationen, Russland könne in den Mord verwickelt sein, begannen unmittelbar nach dem Mord.

Ich wurde immer wieder per Mail gefragt, warum ich über diesen Fall, der seit der Tat immer wieder in den Medien aufgetaucht ist, nichts schreibe. Der Grund ist einfach: Es gibt keine gesicherten Fakten, dafür aber Gerüchte, Behauptungen und Spekulationen, vor allem in der deutschen Presse. Ohne belastbare Fakten weiß ich beim besten Willen nicht, was ich über die Sache schreiben soll. Daher habe ich bisher nur Ende August einen Artikel mit einer Zusammenstellung der damals bekannten Fakten geschrieben, an denen sich bisher nicht viel geändert hat. Sie können das hier nachlesen.

Am Mittwoch hat sich jedoch etwas entscheidend Neues ergeben: Der Generalbundesanwalt hat den Fall an sich gezogen. Was unwichtig klingt, ist eine wichtige Aussage, denn der Generalbundesanwalt zieht nur Fälle an sich, die von nationalem Interesse sind. Ein „einfacher Mord“ gehört nicht dazu. Der Mordfall von Berlin wurde also gewissermaßen „aufgewertet“. Interessant dabei ist, dass der Generalbundesanwalt in seiner offiziellen Begründung aber im Grunde nur das wiederholt hat, was Medien schon Wochen vorher berichtet haben. Und das wirft Fragen auf.

Der Spiegel arbeitet regelmäßig mit Bellingcat, The Insider und dem Dossier Center in London zusammen. Das hat jedoch mit neutralem Journalismus nichts zu tun, denn alle drei Organisationen, mit denen der Spiegel zusammenarbeitet, sind keineswegs neutral, sondern von Interessen gesteuert. Bellingcat ist an das Atlantic Council angebunden und The Insider ist eine russische Plattform, die nach eigenen Angaben aus dem Westen finanziert wird. Das Dossier Center ist von Chodorkowski gegründet worden, der ein erklärter Gegner Putins ist.

All das ist legitim, nur sind die drei Partner des Spiegel eben keine neutralen, sondern Interessen gesteuerte Organisationen, die eines eint: Die Gegnerschaft zu Russland. Und mit dem Dossier Center hat der Spiegel sich schon im April furchtbar blamiert, weil die vom Dossier Center gekommenen und vom Spiegel übernommenen Fälschungen so plump waren,

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