Hunderte Journalisten aus der ganzen Welt unterzeichnen offenen Brief für Assanges Freilassung

hunderte-journalisten-aus-der-ganzen-welt-unterzeichnen-offenen-brief-fur-assanges-freilassung

11-12-19 09:26:00,

Von
Oscar Grenfell

10. Dezember 2019

Hunderte von Journalisten und Medienbeschäftigte aus der ganzen Welt haben einen leidenschaftlichen offenen Brief unterzeichnet, in dem die bedingungslose Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange gefordert wird sowie das sofortige „Ende der juristischen Kampagne gegen ihn wegen des Verbrechens, Kriegsverbrechen aufgedeckt zu haben“.

Zu den bisher 509 Unterzeichnern gehören der WikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson, der weltweit renommierte investigative Journalist John Pilger und der Whistleblower Daniel Ellsberg, der mit den Pentagon Papers die Kriminalität des Vietnamkriegs in ihrem ganzen Umfang enthüllt hat.

Der Chefredakteur der internationalen Redaktion der World Socialist Web Site, David North, und andere führende Reporter der WSWS haben den Brief im Namen der WSWS unterzeichnet.

Der eindringliche Appell verdeutlicht den verbrecherischen und gesetzlosen Charakter von Assanges Inhaftierung im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Er macht deutlich, dass der Versuch der US-Regierung von Präsident Donald Trump, ihn in 17 Fällen wegen Spionage anzuklagen und lebenslang einzusperren, von integren Journalisten als Frontalangriff auf die Pressefreiheit und als schwere Bedrohung ihrer eigenen Rechte angesehen wird.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange grüßt seine Anhänger von einem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London [Quelle: AP Photo/Frank Augstein, File)

Vor den Journalisten hatten letzten Monat bereits mehr als 65 angesehene Ärzte einen Brief an die britische Innenministerin verfasst, indem sie die Verweigerung angemessener medizinischer Behandlung für Assange verurteilten und warnten, er könne im Gefängnis sterben. Parallel dazu gab es eine Erklärung internationaler Anwälte, die die Rechtswidrigkeit der Verfolgung von Assange durch die USA dokumentiert haben und seine sofortige Freilassung fordern.

Diese Initiativen zeigen, dass außerhalb der exklusiven Kreise aus Regierungen, Geheimdiensten und Medienkonzernen, die seit neun Jahren die Kampagne gegen Assange anführen, die internationale öffentliche Meinung auf der Seite des WikiLeaks-Gründers und gegen seine Verfolger steht.

In dem Brief der Journalisten heißt es: „Im Mittelpunkt des Falls steht das Prinzip der freien Meinungsäußerung. Wenn die US-Regierung Assange anklagen kann, weil er geheime Dokumente veröffentlicht hat, könnten andere Regierungen das als Präzedenzfall benutzen, um Journalisten überall zu verfolgen. Es wäre ein alarmierender Präzedenzfall für die weltweite Pressefreiheit.“

Der Brief erklärt ganz offen: „In einer Demokratie können Journalisten Kriegsverbrechen und Fälle von Folter und Missbrauch enthüllen, ohne dafür ins Gefängnis zu kommen. Genau das ist die Aufgabe der Presse in einer Demokratie.“

Er geht auf die wiederholten Befunde der UN-Arbeitsgruppe gegen willkürliche Inhaftierungen ein,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: