Das russische Fernsehen über den Tiergarten-Mord und die Folgen | Anti-Spiegel

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16-12-19 09:37:00,

Das russische Fernsehen hat am Sonntag ausführlich über den Tiergarten-Mord berichtet und dabei einige interessante Einzelheiten bekannt gegeben.

Der Tiergarten-Mord beschäftigt die deutschen Medien weit mehr, als die russischen. In Russland hält sich auch die Trauer in Grenzen, denn der Mann war in Russland für mehrere Terroranschläge mit Hunderten Opfern verantwortlich. Das russische Fernsehen hat dem Fall nun in der Sendung „Nachrichten der Woche“ zwei Beiträge gewidmet. Im ersten Bericht ging es um die aktuellen Entwicklungen, also den Mord in Berlin, die deutschen Vorwürfe gegen Russland und Russlands Antwort. Der zweite Bericht beschäftigte sich mit dem Opfer Selimchan Changoschwili und seiner „Karriere“.

In diesem Artikel übersetze ich den Bericht über die aktuellen Entwicklungen, den Bericht über Selimchan Changoschwili Vergangenheit finden Sie hier.

Beginn der Übersetzung:

Am 12. Dezember wurde der deutsche Botschafter vom russischen Außenministerium einbestellt. Russland hat heftig gegen die Ausweisung von zwei Mitarbeitern der russischen Botschaft in Berlin am 4. Dezember protestiert. Dem Diplomaten wurde auch mitgeteilt, dass auf der Grundlage des Grundsatzes der Gegenseitigkeit zwei Mitarbeiter der deutschen diplomatischen Vertretung in Moskau innerhalb von sieben Tagen Russland verlassen müssen.

Der Grund für die Ausweisung russischer Diplomaten war aus irgendeinem Grund die Ermordung des georgischen Bürgers Selimchan Changoschwili. Er wurde im August in Berlin erschossen. Nun sagt die deutsche Staatsanwaltschaft, dass Russland sich weigert, bei der Aufklärung dieses Verbrechens zusammenzuarbeiten und zu helfen. Darüber hinaus gibt es unbegründete Versionen über die Beteiligung russischer staatlicher Stellen an diesem Mord.

In Russland ist Changoschwili vor allem als Terrorist und Organisator blutiger Terroranschläge wie Explosionen in der Moskauer U-Bahn bekannt. In diesem Fall spielt viel Politik mit.

Unmittelbar vor dem Gipfel des Normandie-Quartetts in Paris beschloss die deutsche Regierung, auch den russisch-deutschen Konflikt auf die Tagesordnung zu setzen. Die Medien hatten im Vorfeld mitgeteilt, dass die Ermittlungen zum Mord an dem ehemaligen tschetschenischen Kommandanten Selimchan Changoschwili in Berlin an die deutsche Bundesanwaltschaft überstellt wird, die sich mit besonders wichtigen Fällen beschäftigt, und dass zwei russische Diplomaten aus dem Land ausgewiesen werden, weil Russland angeblich die Ermittlungen nicht unterstützen will.

Der politische Flüchtling Selimchan Changoschwili wurde am 23. August dieses Jahres im kleinen Thirgarten getötet. Ein Mann auf einem Fahrrad fuhr auf ihn zu und erschoss ihn mit einer Pistole: zwei Kugeln in den Kopf,

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