Whistleblower zeigen auf, wie der Westen die Organisation für das Verbot chemischer Waffen politisiert | Anti-Spiegel

whistleblower-zeigen-auf,-wie-der-westen-die-organisation-fur-das-verbot-chemischer-waffen-politisiert-|-anti-spiegel

16-12-19 08:12:00,

Am Donnerstag hat das russische Außenministerium sich auf seiner Pressekonferenz auch über die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) geäußert. Eigentlich wollte ich die sehr trockene Erklärung nicht bringen, aber sie hat am Montag eine unerwartete Aktualität bekommen.

Das OPCW wird vom Westen zusehends für politische Zwecke missbraucht. Der Westen hat zum Beispiel durchgedrückt, dass diese Organisation nun im Rahmen der UNO nicht nur Vorfälle mit Chemiewaffen untersuchen und darüber berichten soll, sie soll auch Schuldige benennen. Das jedoch steht einer neutralen Organisation gar nicht zu, dafür gibt es andere Institutionen. In der OPCW ist es dem Westen gelungen, die politische Richtung vorzugeben und was das bedeutet, sehen wir gerade in Syrien.

Ich habe erst letzte Woche über den angeblichen Giftgas-Angriff auf die syrische Stadt Duma berichtet und die Chronologie aufgezeigt. Dabei zeigt sich, dass sich die OPCW nicht mit Ruhm bekleckert hat, als sie in ihrem Bericht Assad die Schuld gegeben hat. Es gibt nämlich Hinweise, dass der Angriff nicht einmal stattgefunden hat, sondern eine Inszenierung der Islamisten war, damit die USA einen Grund haben, die syrische Armee mit Marschflugkörpern im Rahmen einer „Vergeltungsasktion“ wegen des Giftgas-Angriffes anzugreifen. Der US-Angriff erfolgte auch, aber er hat nicht verhindert, dass die syrische Armee die Gegen nur Tage später von den Islamisten befreit hat.

Ein BBC-Produzent und zwei Whistleblower von der OPCW haben mit veröffentlichten Unterlagen belegt, dass die OPCW bewusst unsauber gearbeitet hat, damit das von den USA gewünschte Ergebnis herauskommt. Die Details finden Sie hier, ich habe in dem Artikel die Ereignisse chronologisch und mit allen Quellen aufgeführt.

Am heutigen Montag ist nun ans Licht gekommen, dass es bereits einen dritten Whistleblower bei der OPCW gibt, der die Vorwürfe der ersten beiden Whistleblower bestätigt. Dabei handelt es sich um einen Wissenschaftler, der vor Ort gearbeitet hat und der OPCW vorwirft, sie hätte das Gegenteil von dem in ihren Bericht geschrieben, was die sogenannte Fact Finding Mission vor Ort herausgefunden und in ihre Berichte geschrieben hat.

Vor diesem Hintergrund ist es interessant, die Erklärung des russischen Außenministeriums über die Jahresversammlung der OPCW zu lesen. Sie ist zwar dem komplexen Thema entsprechend ein wenig trocken, aber man kann sehen, dass Russland genau vor dem warnt, was wir gerade in Syrien erleben: Vor einer Politisierung einer eigentlich neutralen,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: