Julian Assange bei Vorbereitung eingeschränkt und sein Gesundheitszustand erscheint weiter verschlechtert

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17-12-19 08:29:00,

Am letzten Freitag erschien Julian Assange erneut per Videolink vor dem Westminster Magistrates Court in London. Wie die britische Daily Mail berichtete, hat Julian Assange bis dato keinen Zugang zu wichtigen Anklagepunkten gegen ihn erhalten. Einige Zuhörer auf der Besuchertribüne beschrieben seinen Gesundheitszustand als weiter verschlechtert. Leider habe ich in der deutschsprachigen Presselandschaft keinen Bericht über diese Verhandlung gefunden und darum nachfolgend eine kurze Zusammenfassung. Von Moritz Müller.

Thomas Scripps, der für WSWS (World Socialist WebSite) schreibt, beschreibt Assange:

“Er war in einem sichtlich schlechteren Zustand als bei seinem letzten Auftritt vor Gericht und wirkte unruhig, müde und niedergeschlagen. Zeugen auf der Tribüne stimmten zu, dass sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechtert zu haben schien.”

Zuschauer aus dem Gerichtssaal sagten, dass Julian Assanges Hände mit Mullbinden verbunden waren. Wenn man bedenkt, dass schon im November 60 Ärzte in einem Offenen Brief seine Verlegung in eine Universitätsklinik gefordert haben, weil sein Leben in Gefahr sei, dann ist sein weiter verschlechterter Gesundheitszustand Grund zu dringender Besorgnis.

Dies scheint die zuständigen Stellen aber nicht weiter zu beunruhigen, zumal die jetzige konservative Regierung, durchsetzt mit Personen, die ihr Urteil über Assange schon gefällt haben, nach den Unterhauswahlen vom vergangenen Sonntag richtig fest im Sattel sitzt. Nicht nur im Zusammenhang mit Julian Assange werden sich in Zukunft viele Wähler fragen, wen sie da auf Grund schöner Verheißungen eines durch den Brexit entfesselten Landes gewählt haben.

Vielleicht ringt sich der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, ja doch noch zu einer Intervention durch, im Lichte dieser sich auf vielen Ebenen für Julian Assange verschlechterten Lage. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Zur Vorbereitung auf den für Ende Februar geplanten Prozess zur Auslieferung an die Vereinigten Staaten hörte das Gericht, dass seine Anwälte einen Antrag an die Richterin gestellt hatten, in dem sie sich über fehlenden Zugang zu ihrem Mandanten im Gefängnis beschwerten.

Die Verteidigerin Gareth Peirce sagte, dass das Rechtsteam sich damit abmühte, Dokumente für den Fall vorzubereiten, dass Assange keinen Zugang zu den Beweisen gegen ihn habe. “Ohne das Wissen von Herrn Assange sind einige davon neu hinzugekommene Beweise, andere das Ergebnis monatelanger Ermittlungen, nicht immer in diesem Land, von denen er wegen der Blockierung der (Anwalts-)Besuche nichts weiß.”

Die Fallübersicht,

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