Internationale Kampagne zur Verteidigung von Julian Assange weitet sich aus

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21-12-19 08:32:00,

Von
Marianne Arens

21. Dezember 2019

Weltweit greifen immer neue Initiativen die Kampagne für die Freiheit von Julian Assange auf. In der Schweiz organisierte am 14. Dezember eine neu gegründete Unterstützergruppe eine Mahnwache für Julian Assange auf dem Bürkliplatz in Zürich. In Heidelberg erläuterte Dr. Luay Rahdhan, Dozent der Volkshochschule, in einem Vortrag detailliert die imperialistischen Verbrechen, die Assange über WikiLeaks enthüllt hatte.

Die Facebook-Gruppe „Free Julian Assange Committee Switzerland“ kommentierte ihre Mahnwache auf dem Zürcher Bürkliplatz: „Wir haben für Julian Wind und Wetter getrotzt, mit Flugblättern informiert und mit Passanten das Gespräch gesucht. #FreeAssangeNOW!“ Marlene, eine Initiatorin, schrieb der World Socialist Web Site: „Ich möchte meine Solidarität mit Julian Assange zeigen und mich für seine Freilassung einsetzen… Meine große Frage: wo bleibt der Schweizer Aufschrei für Julian Assange?“

Mahnwache für Assange in Zürich

Auf der FB-Seite wird auch zum WSWS-Aufruf der „Für eine weltweite Kampagne gegen die Überstellung von Julian Assange an die USA!“ verlinkt, und eine Unterstützerin zitiert daraus die Worte: „In einer globalen Kampagne müssen die internationale Arbeiterklasse, Studierende und Schüler, Künstler, Journalisten und Intellektuelle mobilisiert werden, um Julian Assanges Leben zu retten. Millionen Arbeiter und Jugendliche empfinden tiefes Mitgefühl und Solidarität mit Julian Assange. Diese Haltung muss in eine bewusste politische Bewegung umgewandelt werden, um die Verschwörung zu seiner Überstellung in die USA zu vereiteln und ihn zu befreien.“

In Baden-Württemberg gab schon am 29. November ein Vortrag an der Volkshochschule Heidelberg einen interessanten Einblick zum Thema „Julian Assange – WikiLeaks und die Reaktionen des US-Staates“. Der Politik- und Islamwissenschaftler Dr. Luay Radhan machte deutlich, dass das Ausmaß von Assanges Enthüllungen weit über das „Collateral Murder“-Video von 2010 hinausgeht. Sachlich und detailliert schilderte der Referent die von WikiLeaks aufgedeckten Verbrechen des Imperialismus, von den Kriegstagebüchern aus Afghanistan und dem Irak über die Botschafterdepeschen bis hin zu den Guantanamo Bay-Dokumenten. Wegen all dieser Verbrechen sei nie jemand zur Rechenschaft gezogen worden, so Radhan, und er fügte hinzu: „Julian Assange wurde verhaftet, und die Täter blieben frei.“ Eine Anzahl ehemaliger Partnermedien von WikiLeaks, darunter die ARD, NDR, Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung, hätten bisher für die Befreiung Assanges keinen Finger gerührt.

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