Wie Russland die Sprachen, Gebräuche und Traditionen seiner nationalen Minderheiten schützt | Anti-Spiegel

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23-12-19 04:54:00,

Russland ist Vielvölkerstaat, der sich sehr für die vielen Volksgruppen und den Erhalt ihrer Sprachen und Bräuche einsetzt. Dazu gehören auch regionale Fernseh- und Radioprogramme in über 50 Sprachen.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ darüber berichtet, wie selbst kleine Volksgruppen Sendungen in ihren Muttersprachen schauen und hören können. Russland als Staat umfasst fast 200 Volksgruppen und beherbergt alle Weltreligionen. Weder unter den Zaren, noch unter der Sowjetunion sind ethnische Gruppen verschwunden. Dass jeder nach seiner Tradition leben kann, ist in Russland immer üblich gewesen. Auch die Kommunisten haben – sicherlich auch aus Propagandagründen – ihre Zeitungen in allen regionalen Sprachen herausgegeben, anstatt zu versuchen, die Volksgruppen zu assimilieren.

Das gilt auch für das heutige Russland, das große Anstrengungen unternimmt, all die kleinen Völker zu erhalten und zu fördern. Es gibt in Russland über 50 regionale Amtssprachen, in denen auch Schulunterricht stattfindet. In Russland funktioniert „multi-kulti“ ganz selbstverständlich, was man auch an der offiziellen Bezeichnung Russlands sehen kann. Was in Deutschland als „Russsiche Föderation“ übersetzt wird, ist eigentlich eine falsche Übersetzung. Es müsste „Russländische Föderation“ heißen, was bedeutet, dass alle Völker ihre Identität haben, aber sich zu Russland zugehörig fühlen. Und so ist es keineswegs ungewöhnlich, dass sich gerade auch in den fernen russischen Regionen die Menschen zum Beispiel als Dagestaner fühlen, aber echte „russländische“ Patrioten sind.

Über die Bemühungen Russlands im Umgang mit seinen vielen nationalen Minderheiten habe ich schon mal einen – wie ich finde – sehr interessanten Artikel am Beispiel der deutschen Minderheit in Sibirien geschrieben, den Sie hier finden. Übrigens gilt das auch für die Krim, wo – seit die Krim wieder zu Russland gehört – nun russisch, ukrainisch und krim-tatarisch offizielle Amtssprachen sind und auch wieder an den Schulen unterrichtet werden, während die Ukraine gerade mit Sprachgesetzen die Benutzung der Sprachen ihrer Minderheiten verbietet und Schulunterricht demnächst nur noch auf ukrainisch stattfindet.

Nun aber zu dem Beitrag des russischen Fernsehen vom Sonntag.

Beginn der Übersetzung:

Bei Putins großer Pressekonferenz versuchten viele, die Aufmerksamkeit des Präsidenten zu erregen, zum Beispiel, indem sie in ihren nationalen Trachten abgereist sind. Und da gibt es viel zu sehen. Es gibt 190 Nationalitäten in Russland, die fast 300 Sprachen sprechen.

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