STANDPUNKTE • Rufer in der Wüste oder die Realität der Alternativen | KenFM.de

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31-12-19 04:20:00,

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Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Heute will ich einmal über die Gedanken eines alternativen Autoren berichten, wie er sonst kaum wahrgenommen wird. Wir Menschen müssen ja immer wieder als stark und entschlossen wirken, dürfen uns keine Blößen geben, und wollen Irrtümer selten zugeben. Ich habe in meinem Alter beschlossen, mit diesen Vorgaben abzuschließen. Ich brauche das nicht mehr. Fehler? Na und, jeder macht Fehler, aus Fehlern kann man lernen. Stark und entschlossen wirken?

Warum?

Ich will ja keine „Führer“position ausfüllen, weder in Politik, noch Wirtschaft und auch nicht in der „Wahrheitsvermittlung“. Weshalb muss ich da stark und entschlossen sein? Keine Blößen geben? Na und, wenn jemand meine Schwächen ausnutzen will, wird es letztlich auf ihn zurückfallen. Aber da ich kein Problem damit habe, sie zuzugeben, wie soll man sie da ausnutzen? Und so beschloss ich diesen PodCast einmal der inneren Psyche eines die Wahrheit Suchenden und Vermittelnden zu widmen.

Als ich Mitte der 1960er Jahre zur Schule ging, war ich etwa eine Stunde mit Bus und Straßenbahn unterwegs. Meine Eltern gaben mir das Geld für eine Wochenkarte, aber ich nutzte es manchmal, wenn das Taschengeld nicht gereicht hatte, um die neueste Ausgabe des Spiegels zu kaufen. Ich verschlang jede Ausgabe bis auf die letzte Zeile, einschließlich der Leserbriefe. Und ich dachte: „Man müsste der Welt nur die Wahrheit sagen, dann wird sich alles zum Besten wenden“. 50 Jahre später ist mir nicht nur die Achtung vor dem Spiegel, sondern auch dieser Glaube abhanden gekommen.

Nun hatte ich schon länger nicht mehr gedacht, dass die Menschen wirklich daran interessiert sind, eine Erklärung zu erhalten, die möglichst nahe an der „objektiven“ Wahrheit ist, soweit es die überhaupt gibt. Aber von den Bundestagsabgeordneten, die sich ja im politischen Kampf haben durchsetzen müssen, war ich der Meinung, dass sie zumindest teilweise dieses Interesse hätten, wenn sie auch aus ideologischen Gründen nicht immer danach handelten.

Der 17. Mai 2019 war dann aber eine Zäsur in meiner Einschätzung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Da waren dann auch noch E-Mails von Abgeordneten (2),

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