US-Angriff in Bagdad: “Aggressiver Akt gegen den Irak führt zu Krieg im Irak und der Region” | Anti-Spiegel

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03-01-20 02:06:00,

Am Golf droht eine weitere Eskalation nachdem die USA den höchsten iranischen General in Bagdad bei einem gezielten Drohnenangriff ermordet haben. Wie kam es dazu und was können die Folgen sein?

Wie immer ist es wichtig, die Chronologie anzuschauen, um zu verstehen, was vor sich geht. Dass es die ganzen Probleme im Irak gar nicht gäbe, wenn die USA das Land nicht 2003 völkerrechtswidrig zerstört hätten, ist klar. Seit dem herrscht dort Krieg.

Am 27. Dezember gab es bei der irakischen Stadt Kirkuk einen Angriff von Milizen auf einen Stützpunkt, bei dem ein US-Söldner getötet und einige irakische und amerikanische Soldaten verletzt wurden. Das war für die USA ein Grund, am 29. Dezember einen „Vergeltungsangriff“ zu fliegen und mindestens 25 Mitglieder der schiitischen Milizen zu töten.

Nun sind wir es im Westen gewöhnt, dass unsere Medien einen Riesenaufriss machen, wenn ein US-Söldner getötet wird, währebd 25 tote Iraker für die westlichen Medien kein Problem sind. Aber für die Iraker schon. Der US-Angriff hat im Land, in dem ohnehin bereits eine sehr anti-amerikanische Stimmung herrscht, zu massiven Protesten geführt. Bei diesen Protesten wurde am Neujahrstag auch versucht, die US-Botschaft in Bagdad zu stürmen.

Obwohl all dies im Irak stattfand, waren für die USA die Iraner an allem Schuld. Dieser Linie ist auch der Spiegel sofort gefolgt und wir schauen uns die etwas abstruse Argumentation gleich näher an.

Aber weil für die USA der Iran Schuld war, haben die USA beschlossen, den höchsten iranischen General zu ermorden und haben daher in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar einen Drohnenangriff geflogen. Der General war gerade in Bagdad gelandet und wurde von US-Drohnen direkt auf dem Flugplatz bombardiert.

Das fand die irakische Regierung gar nicht gut, denn er Angriff war nicht abgesprochen oder gar von ihr genehmigt. Und man stelle sich einmal vor, die USA würden einen Drohnenangriff auf den Münchener Flughafen durchführen, weil sie jemanden dort umbringen wollen. Die Begeisterung in Deutschland würde sich in Grenzen halten. Obwohl – Merkel würde wahrscheinlich wieder einmal sagen, dass man darüber Gespräche führen müsste, denn so etwas sei nicht nett unter Verbündeten.

Die Iraker scheinen da etwas weniger geduldig zu sein, denn der amtierende Premierminister des Irak bezeichnete den US-Angriff teilte auf Twitter mit:

„Der Luftangriff auf den Flughafen Bagdad ist aggressiver Akt gegen den Irak und eine Missachtung der irakischen Souveränität.

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