Irakisches Parlament verlangt Abzug aller westlichen Truppen aus dem Irak | Anti-Spiegel

irakisches-parlament-verlangt-abzug-aller-westlichen-truppen-aus-dem-irak-|-anti-spiegel

05-01-20 04:04:00,

Am Sonntag hat das irakische Parlament die Regierung in einer Sondersitzung dazu aufgefordert, alle westlichen Truppen des Landes zu verweisen. Kann sich der Irak durchsetzen und die USA aus dem Land schmeißen?

Der irakische Premierminister hatte das Parlament zu einer Sondersitzung einberufen und eine Resolution zur Abstimmung vorgelegt, die die US-geführten Truppen des Landes verweisen soll. Diese wurde am Sonntag angenommen.

In der Sitzung des Parlaments nannte der Premierminister den Angriff auf den führenden iranischen General auf dem Flughafen in Bagdad eine „politische Hinrichtung“. Ein anderer Abgeordneter sagte, dass nach dem Sieg über den IS kein Grund mehr für eine weitere Präsenz von US-Truppen im Land bestehe.

Die große Frage ist nun, wie es weitergeht. Die USA haben gerade erst angekündigt, weitere Soldaten in den Irak schicken zu wollen. Es ist kaum anzunehmen, dass sie freiwillig abziehen und ihre bisherige Marionette Irak einfach in die Freiheit entlassen. Aber was passiert, wenn die USA sich dem widersetzen? Bricht dann ein neuer Irakkrieg, ein irakischer Befreiungskrieg, aus?

Und auch für die deutschen Soldaten im Irak wird es nun ernst, denn auch sie sollen abgezogen werden. Bisher war die Regierung dagegen. Wie wird also Deutschland auf die Entscheidung des irakischen Parlaments reagieren? Und wenn Deutschland sich weigert, abzuziehen? Werden dann deutsche Soldaten im Irak kämpfen, um gegen den Willen der dortigen Regierung im Land zu bleiben?

Parallel dazu übergab das irakische Außenministerium dem US-Botschafter in Bagdad eine offizielle Protestnote wegen des Raketenangriffs auf den Bagdader Flughafen. Außerdem schickte es auch eine Protestnote an den UN-Sicherheitsrat.

Trump hat unterdessen mit dem Angriff auf 52 Ziele im Iran gedroht, wenn der Iran US-Truppen angreifen oder verantwortlich für Angriffe auf US-Bürger sein sollte. Das ist eine besonders arrogante Haltung, denn die USA nehmen sich das Recht heraus, nach Belieben Menschen in anderen Ländern zu töten, aber drohen mit Krieg, wenn einem US-Bürger ein Haar gekrümmt wird.

Sein wahres Gesicht in diesem Konflikt zeigte Trump in dem Tweet, in dem er die 52 Ziele erwähnte. Er sprach ausdrücklich nicht von militärischen Zielen, sondern von Zielen, die „für den Iran und die iranische Kultur“ sehr wichtig seien.

….targeted 52 Iranian sites (representing the 52 American hostages taken by Iran many years ago),

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: