Iran-Krise: Kriegsgefahr, Truppenabzug, Truppenaufstockung – Die Entwicklungen am Dienstag | Anti-Spiegel

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07-01-20 09:19:00,

Da sich in Sachen Iran derzeit die Ereignisse überschlagen, fasse ich auch heute wieder die Neuigkeiten des Tages zur Iran-Krise zusammen.

Gestern habe ich aufgezeigt, dass der von den USA ermordete iranische General Soleimani offensichtlich auf einer Friedensmission nach Bagdad gereist, weil anscheinend hinter den Kulissen Gespräche zwischen Saudi-Arabien und dem Iran über eine Lösung des Dauerkonfliktes zwischen den beiden Ländern laufen. Die Details finden Sie hier.

Das wird in den Medien jedoch praktisch nicht erwähnt. Kommen wir zunächst zu den Entwicklungen des Tages und dann zu dem, was die deutschen Medien daraus machen.

Beginnen wir mit der deutschen Regierung. Bei der Bundespressekonferenz hat sich Sprecher Seibert wieder einmal blamiert. Seine Stellvertreterin hatte vor einigen Tagen Verständnis für den US-Angriff geäußert, der nicht nur ein klarer Bruch des Völkerrechts war, sondern auch völlig unnötig die Kriegsgefahr in der Region erhöht hat. Seibert hat dem mit gleich einer ganzen Reihe von Lügen noch einmal die Krone aufgesetzt.

Stramm auf US-Kurs: Regierungssprecher Seibert und seine gewagten Aussagen zu “Angriffen des Iran”


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Dass die Kriegsgefahr in der Region nun groß ist, zeigt sich unter anderem auch an einer Warnung der USA. Dort heißt es, dass der Persische Golf, die Straße von Hormus, der Golf von Oman, das Arabische Meer, das Rote Meer, der Golf von Aden und der Indische Ozean aufgrund der iranischen Aktionen und „seiner Marionetten“ eine Gefahr für die Handelsschifffahrt darstellen. Die Warnung bleibe bis zum 10. Januar in Kraft, hieß es in der Erklärung, aus der die russische TASS zitiert hat.

Widersprüchliche Meldungen gibt es aus den westlichen Staaten, die im Irak militärisch aktiv sind. Das irakische Parlament hatte am Sonntag den Abzug aller westlichen Truppen aus dem Irak gefordert, ohne allerdings dafür eine Frist zu setzen. Die USA haben erklärt, sie wollten im Land bleiben und ihre Truppen sogar aufstocken. Irakische Medien haben darüber hinaus am Dienstag berichtet, dass die USA einen Flughafen in der Nähe von Bagdad ausbauen wollen, damit dort auch strategische Bomber vom Typ B-52 Stratofortress stationiert werden können. Auch das klingt nicht nach einem Abzug der US-Truppen.

Ganz anders handeln hingegen die Nato-Staaten. Die haben am Dienstag bekannt gegeben,

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